Peage, Maut, жертви, (na) Toll!

Unsere Windschutzscheibe mit verschiedenen Vignetten aus diversen Jahren.

Ein Faktor, der das Reisebudget nicht unerheblich schmälern kann, ist die leidige Maut auf Fernstraßen. Hierzulande ist man es einfach (noch?) nicht gewohnt, für die Benutzung von Straßen direkt zu zahlen.

Drei Modelle sind uns auf der Balkantour begegnet:

  1. Vignette
    Die meisten werden dieses Konzept aus Österreich, Tschechien oder Slowenien kennen. Man zahlt eine Gebühr für einen gewissen Zeitraum und klebt sich eine Vignette in die Windschutzscheibe. Damit darf man dann Autobahnen und mautpflichtige Fernstraßen benutzen. Es wird oft kontrolliert und zumindest in Slowenien gibt es an fast allen Autobahnausfahrten eine Station, die langsam durchfahren werden muss und mit Kameras gespickt ist. Verstöße sind in der Regel sehr teuer und kosten dreistellige Eurobeträge.
    In Bulgarien kauft man eine Vignette, die auch für das Befahren von einfachen Landstraßen benötigt wird. Was bei den Landstraßen, die wir gefahren sind schon ziemlich dreist ist.
  2. Mautstationen
    Aus unserer Sicht die fairste Art, seinen Obolus zu entrichten. Man zahlt nur für die gefahrene Strecke und kann sich gegebenenfalls für Alternativen entscheiden. Alle Ex-Jugoslawischen Staaten ausser Slowenien haben ein solches System. Funktioniert wie im Parkhaus: Beginnt eine mautpflichtige Strecke, zieht man ein Ticket. Beim Verlassen der Autobahn oder des kostenpflichtigen Abschnittes, zahlt man. Irrtümer ausgeschlossen.
  3. Straßenbenutzungsgebühr
    In Albanien muss wohl eine Straßenbenutzungsgebühr entrichtet werden. Für die Tage von Einreise bis Ausreise wird jeweils ein Euro fällig. Zumindest haben wir das gelesen. Bei der Ausreise wollte niemand Geld von uns.

Entspanntes Cruisen auf der kroatischen Autobahn (mit schöner Aussicht)

Die mit Abstand besten Autobahnen haben wir in Kroatien und Österreich vorgefunden, wobei das Vorankommen in Kroatien sehr entspannt ist. Man ist fast versucht, den Tempomaten einzuschalten und ein kleines Nickerchen zu machen. Allerdings waren das auch die teuersten Strecken, die wir fuhren.

In Serbien geht die Autobahn in weiten Teilen in Ordnung. Es gibt aber auch ruppigere Strecken. Dafür ist sie deutlich preiswerter als die kroatische.

In Mazedonien sind die Autobahnen teilweise eine Katastrophe. Selbst die LKW fahren kilometerlang auf der linken Spur, um die Schlaglöcher rechts nicht unter die Räder zu bekommen. Dafür kosten die Streckenabschnitte nur Centbeträge. Eine komplette Durchfahrt Serbien-Griechenland kostet etwa 3,50 €.

Autobahnrastplatz in Serbien

In Albanien sind wir wider Erwarten kostenlos gefahren. Einige Straßen waren so schlecht, dass selbst die Einheimischen vor den Schlaglöchern stoppten und sie im Schritttempo durchfuhren. Und deren Fahrweise ist sonst alles andere als zimperlich. Allerdings haben wir auch nagelneue Passstraßen gesehen und eine neu gebaute Autobahn westlich von Tirana.

Die Vignette in Bulgarien war für unsere paar Kilometer im Land mit fünf Euro recht teuer. Dafür ist sie ganz hübsch anzuschauen und wir sehen sie als Souvenir. Die Straßen, die wir gefahren sind, gehörten zu den schlechteren auf dem Trip. Aber das ist in vielen Landesteilen wohl inzwischen viel besser.

In Bosnien wird momentan viel gebaut und wir sind auf dem Rückweg aus Banja Luka ein Stück neue Autobahn gefahren, die unsere Karten noch nicht kannten. An den Mauthäuschen, die den kroatischen ähneln, konnten wir vorbei fahren, weil sie noch im Bau waren.

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4 responses to this post.

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  2. […] Grenzposten arbeitet. Der Typ, der die Vignetten verkauft. In Bulgarien sind nahezu alle Straßen mautpflichtig. Wir wollen nur ein paar Landstraßen fahren, die das aber auch betrifft. Also kaufen wir eine […]

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  3. […] Balkan 2012 Land und Leute – Maut Erst mal Kaffee – […]

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  4. Und weil mir dieser Beitrag und der gesamte Blog uns so gut gefallen hat, haben wir den auch in unsere Blog-Schau im Podcast aufgenommen 😉
    http://www.vielweib.de/2013/01/podcast-vusdl004-blog-schau-mit-uwe/

    Wir freuen uns auf neue Reiseberichte 😉

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