Archive for April 2014

Rauf in den Herbst und wieder runter zum Zoo

Wir müssen voran kommen. Ab jetzt bestehen unsere Tage im Wesentlichen aus Fahretappen. Wir wollen es heute bis hinter Trondheim in den Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark schaffen. Das sind von unserem Lagerplatz auf der Landzunge ungefähr 500 Fahrkilometer.

Niedlicher Zaungast.

Zaungast bei Kongsmoen

Nach einem kurzen Halt in Kongsmoen, den Cache auf dem Friedhof finden wir nicht, geht es über die Fv 17 weiter in Richtung Steinkjer. Je weiter wir in Richtung Inland kommen, um so weniger rau und felsig ist die Landschaft.

Die Hammarsbrua ist eine der längsten erhaltenen überdachten Holzbrücken ohne Mittelpfeiler. So steht es zumindest auf den Schildern, die am Eingang zu sehen sind.

Die Hammarsbrua ist eine der längsten erhaltenen überdachten Holzbrücken ohne Mittelpfeiler. So steht es zumindest auf den Schildern, die am Eingang zu sehen sind.

Zwischendurch besuchen wir einen Brückencache, der ausnahmsweise mal nicht unter der Brücke liegt (GC141QR).

Ab hier wird es wieder deutlich besiedelter. Die Stadt Steinkjer und der Großraum Trondheim liegt vor uns. Wir folgen der Fv 17 nicht ganz bis zu Ende und kürzen zur E6 ab.

Typischer Vorratsraum im Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark

Typischer Vorratsraum im Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark

Nachdem wir Trondheim durchfahren haben und es wieder mehr Gegend zu sehen gibt, biegen wir bei Oppdal von der E6 ab und fahren in das Hochgebirge, in dem der Nationalpark Dovrefjell-Sunndalsfjella liegt. Das Wetter ist kühl und feucht, die Straßen eng. Es gibt kaum Platz zum Übernachten. Auf einem Parkplatz zwischen Lønset und Storli, hoch über dem Bergsee Dalsvatnet, finden wir ein ruhiges Plätzchen für die Nacht.

Gebirgiges Camp im Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark.

Gebirgiges Camp im Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark.

Am nächsten Morgen machen wir uns auf, die Gegend ein wenig zu erkunden. Wir besuchen einen Cache bei einem Wasserfall (GC27X7V). Es ist nach wie vor kühl und feucht. Es reicht uns mit dem Herbst mitten im Sommer so dass wir vom Gebirge Abschied nehmen und unseren Weg in Richtung Oslo fortsetzen.

Knorrige Scheune bei Oppdal

Knorrige Scheune bei Oppdal

Svinfallet bei Oppdal

Svinfallet bei Oppdal

Auf der Strecke wollen wir die Pausen mit ein paar Caches verbinden. Da bietet sich der Magalaupet (GC2TAY3) an, eine Felsklamm, durch die der Fluss Svåne zwängen muss. Schon auf dem Weg zur Enge, der durch üppige Vegetation führt, kann man das Tosen der Wassermassen hören.

Die Klamm ist nicht gesichert und die Felsen nass und glitschig. Vorsichtig arbeiten wir uns an den Rand heran um einen Ausblick auf das Inferno zu erhaschen. Aber wie so oft gibt es die beste Aussicht vom Cache aus, der auf einer kleinen Anhöhe etwas abseits liegt.

Wenn man im Magalaupet liegt, dürfte der auch nicht mehr viel helfen . . .

Wenn man im Magalaupet liegt, dürfte der auch nicht mehr viel helfen . . .

 

Die Wassermassen müssen hier durch 150 cm durch.

Die Wassermassen müssen hier durch 150 cm durch.

Weiter geht es die E6 entlang. Neben der Straße tost die Svåne. Es ist nicht viel Verkehr, aber plötzlich stehen wir im Stau. Einige hundert Meter vor uns hat es einen Unfall gegeben. Nur Minuten später braust ein Rettungshubschrauber heran, es scheint also ernst zu sein. Was wirklich passiert ist, finden wir nicht heraus, auch nicht als wir später die Unfallstelle passieren. Trotz der Abgelegenheit der Stelle haben die Rettungskräfte in Windeseile ganze Arbeit geleistet.

Die Bahnhöfe in der Gegend sind urig und passen gut in die Landschaft.

Die Bahnhöfe in der Gegend sind urig und passen gut in die Landschaft.

 

Der Heil war binnen Minuten am Ort des Geschehens.

Der Heil war binnen Minuten am Ort des Geschehens.

Wir sind unterwegs zu einem Lost Place. Eine Bunkeranlage deutscher Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg wollen wir uns anschauen. Ein Cache dort wäre auch drin (GC12NPR). Als wir die Zufahrt erreichen, ist sie abgesperrt. Mehr noch, Militärposten sichern. Auf dem Areal wird wohl geübt. In der Ferne sind mobile Raketenwerfer und noch so einiges anderes Kriegsgerät auszumachen. Mift.

Uns bleibt nichts anderes übrig, als unseren Weg Richtung Süden fortzusetzen.

In der Gegend spielen heute andere. Kein Rankommen an den Lost Place.

In der Gegend spielen heute andere. Kein Rankommen an den Lost Place.

Wir möchten heute vor Oslo nächtigen, dort scheint die es noch einigermaßen ländlich zuzugehen. Hinter Hamar machen wir uns auf die Suche.

Die Hamar Olympiahall, besser bekannt als Vikingskipet ist eine der größten Eislaufhallen der Welt.

Die Hamar Olympiahall, besser bekannt als Vikingskipet, ist eine der größten Eislaufhallen der Welt.

 

Auf Schlafplatzsuche

Auf Schlafplatzsuche

Trotz der ausgedehnten Wälder in der Gegend finden wir nichts Geeignetes. Bei Tangen gibt es einen Tierpark, der wohl momentan geschlossen hat. Aber er verfügt über einen großen Parkplatz mit Buschreihen dazwischen. Hier lassen wir uns nieder. In der Nacht regnet es ein wenig und wir schlafen ganz hervorragend bei dem Getröpfel auf dem Bullidach.

Als nächstes verlassen wir Norwegen, suchen uns eine Fähre und um ein Haar hätte man uns den Bulli geklaut.

 

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