Archive for the ‘Skandinavien’ Category

Alles hat ein Ende . . .

Stellplatz am Stena Kai

Stellplatz am Stena Kai

Heute verlassen wir Norwegen. Zurück nach Hause wollen wir durch Dänemark fahren. Da bietet sich die Fähre Göteborg—Frederickhavn an, die wir schon vor einigen Tagen gebucht haben.

Also brechen wir von unserem Tierpark-Camp auf. Bald schon stecken wir im dichten Verkehr des Großraumes Oslo. Von dort ist es nicht mehr weit bis zur schwedischen Grenze. An der allerletzten Autobahntankstelle erstehe ich noch ein großes „N“ für die Toolbox, auf der ja alle durchreisten Länder als Aufkleber dokumentiert werden. Bei einigen dieser Souvenirs hatte ich schon gemogelt, weil wir entweder keinen Aufkleber bekommen oder es vergessen hatten. Aber im Web kann man ja alles kaufen.

Unsere Fähre geht erst am nächsten Morgen und es ist erst früher Nachmittag als wir uns Göteborg nähern. Da die Cachedichte hier ganz ordentlich ist, wollen wir ein paar Dosen suchen. Wir finden eine Letterbox (GC48DWZ) in nicht ganz so schöner Umgebung. Wir sind in der Hinsicht nach diesen fast drei Wochen aber auch ganz schön verwöhnt. Auf einer Landzunge bei Källsby suchen wir noch ein paar Tradis. Hier ist es jetzt richtig hübsch.

Found it!

Found it!

Hübsch hamses hier!

Hübsch hamses hier!

Cachen in Schweden bei Göteborg

Cachen in Schweden bei Göteborg

Zwischendurch hat die Tankanzeige sich gemeldet, es solle mal getankt werden. Bei einem Blick auf die schwedischen Dieselpreise hat uns aber der Ehrgeiz gepackt, erst in Dänemark an die Zapfsäule zu rollen. Also entleere ich den bis hierhin unbenutzten Reservekanister in den Tank und hoffe, dass das bis dahin reicht.

Am Checkin bei der Stena Line geht alles glatt. Wir können auf dem Wartestreifen für LKW übernachten. Die Waschräume im Fährhaus haben bis Mitternacht geöffnet, dann erst wieder früh um sechs. Dazwischen muss man sich bei Bedarf behelfen. Egal, wir stehen mitten in der Stadt direkt da wo wir morgen hinmüssen. Die E45 führt hier direkt vorbei. Eine Glaswand schützt vor dem Lärm. Hier sind wir vor drei Wochen durchgefahren, als wir aus Trelleborg kamen.

Blick aus der Schiebetür

Blick aus der Schiebetür

Langsam sinkt die Sonne. Wir beschließen, einen kleinen Stadtbummel zu machen. Direkt am Kai schließt sich ein schnuckeliges Viertel an, zwei Caches gibt es auch noch. Als wir vom Flanieren zurück zum Bulli gehen dann ein Schreckmoment. Was machen die Typen denn da an der Beifahrertür? Sind das nicht die selben, die mir eben schon aufgefallen sind? Die da so auffällig unauffällig auf dem Seitenstreifen geparkt haben? Und was ist das für ein längliches Ding, das der eine da in der Hand hat? Wir beschleunigen unsere Schritte. Als man uns bemerkt, verschwindet das Einbruchswerkzeug flugs im Kofferraum eines der inzwischen beiden Autos. Eines ist vorm Bulli geparkt, eines dahinter. Die wollten doch tatsächlich den Bulli klauen! Nachdem wir am Bulli angekommen sind, ist der Spuk schnell vorbei. Die Typen tun zwar so, als hätten sie es nicht eilig. Hätten die noch ein bisschen länger dort herumgegammelt, wäre mir auch eingefallen, die Kennzeichen zu fotografieren. Das ganze Sicherheitsgeraffel für die Balkantour war übrigens zu Hause geblieben. Schließlich sind wir im „sicheren“ Skandinavien. Noch mal gut gegangen! Die Nacht ist ruhig, trotzdem habe ich ein Messer in Griffweite. Man weiss ja nie.

Göteborg, Oscar Fredriks kyrka

Göteborg, Oscar Fredriks kyrka

Puh. Der Bulli ist noch da...

Puh. Der Bulli ist noch da…

Am nächsten Morgen rollen wir zur Fähre. Das Wetter hat sich eingetrübt, es ist kühl und regnerisch. Die Tankanzeige weist jetzt darauf hin, dass langsam wirklich mal getankt werde sollte. Aber ist jetzt erst einmal der Schiffsdiesel dran. Auf der zweistündigen Passage wird das Wetter zunehmend ungemütlich. Frederikshavn empfängt uns mit strömendem Regen. Eine Tankstelle finden wir nicht gleich, irren ein wenig durch die Stadt. Als wir eine gefunden haben, tanken wir 79,5 Liter. Der Tank fasst 80.

Good bye Göteborg

Good bye Göteborg

In Frederikshavn gießt es

In Frederikshavn gießt es

Auf der dänischen Autobahn ist nicht viel los. Je weiter wir Richtung Süden vorstoßen, klart es zunehmend auf. Eine Zwischenstation haben wir noch. Wir wollen Jorn und Freddie Pepper besuchen, die bei Eckernförde residieren. Es winkt eine Pizza, Reisegeschichten und nachher eine Liveübertragung des Dosenfischer-Konzertes vom Mega Event in Koblenz.

Bei Freddie Pepper zu Besuch

Bei Freddie Pepper zu Besuch

Nach einem schönen Abend und einem tollen Frühstück (Danke noch einmal!) geht es nach Strande. Es ist Kieler Woche und Freddie weiss, wo es morgens noch nicht so überlaufen ist. Wir essen Fischbrötchen und Eis, schauen uns das Treiben auf und am Wasser an.

Speedboat!

Speedboat!

Jetzt muss es aber leider der Heimat und dem Ende eines tollen Trips entgegen gehen.

Rauf in den Herbst und wieder runter zum Zoo

Wir müssen voran kommen. Ab jetzt bestehen unsere Tage im Wesentlichen aus Fahretappen. Wir wollen es heute bis hinter Trondheim in den Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark schaffen. Das sind von unserem Lagerplatz auf der Landzunge ungefähr 500 Fahrkilometer.

Niedlicher Zaungast.

Zaungast bei Kongsmoen

Nach einem kurzen Halt in Kongsmoen, den Cache auf dem Friedhof finden wir nicht, geht es über die Fv 17 weiter in Richtung Steinkjer. Je weiter wir in Richtung Inland kommen, um so weniger rau und felsig ist die Landschaft.

Die Hammarsbrua ist eine der längsten erhaltenen überdachten Holzbrücken ohne Mittelpfeiler. So steht es zumindest auf den Schildern, die am Eingang zu sehen sind.

Die Hammarsbrua ist eine der längsten erhaltenen überdachten Holzbrücken ohne Mittelpfeiler. So steht es zumindest auf den Schildern, die am Eingang zu sehen sind.

Zwischendurch besuchen wir einen Brückencache, der ausnahmsweise mal nicht unter der Brücke liegt (GC141QR).

Ab hier wird es wieder deutlich besiedelter. Die Stadt Steinkjer und der Großraum Trondheim liegt vor uns. Wir folgen der Fv 17 nicht ganz bis zu Ende und kürzen zur E6 ab.

Typischer Vorratsraum im Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark

Typischer Vorratsraum im Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark

Nachdem wir Trondheim durchfahren haben und es wieder mehr Gegend zu sehen gibt, biegen wir bei Oppdal von der E6 ab und fahren in das Hochgebirge, in dem der Nationalpark Dovrefjell-Sunndalsfjella liegt. Das Wetter ist kühl und feucht, die Straßen eng. Es gibt kaum Platz zum Übernachten. Auf einem Parkplatz zwischen Lønset und Storli, hoch über dem Bergsee Dalsvatnet, finden wir ein ruhiges Plätzchen für die Nacht.

Gebirgiges Camp im Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark.

Gebirgiges Camp im Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark.

Am nächsten Morgen machen wir uns auf, die Gegend ein wenig zu erkunden. Wir besuchen einen Cache bei einem Wasserfall (GC27X7V). Es ist nach wie vor kühl und feucht. Es reicht uns mit dem Herbst mitten im Sommer so dass wir vom Gebirge Abschied nehmen und unseren Weg in Richtung Oslo fortsetzen.

Knorrige Scheune bei Oppdal

Knorrige Scheune bei Oppdal

Svinfallet bei Oppdal

Svinfallet bei Oppdal

Auf der Strecke wollen wir die Pausen mit ein paar Caches verbinden. Da bietet sich der Magalaupet (GC2TAY3) an, eine Felsklamm, durch die der Fluss Svåne zwängen muss. Schon auf dem Weg zur Enge, der durch üppige Vegetation führt, kann man das Tosen der Wassermassen hören.

Die Klamm ist nicht gesichert und die Felsen nass und glitschig. Vorsichtig arbeiten wir uns an den Rand heran um einen Ausblick auf das Inferno zu erhaschen. Aber wie so oft gibt es die beste Aussicht vom Cache aus, der auf einer kleinen Anhöhe etwas abseits liegt.

Wenn man im Magalaupet liegt, dürfte der auch nicht mehr viel helfen . . .

Wenn man im Magalaupet liegt, dürfte der auch nicht mehr viel helfen . . .

 

Die Wassermassen müssen hier durch 150 cm durch.

Die Wassermassen müssen hier durch 150 cm durch.

Weiter geht es die E6 entlang. Neben der Straße tost die Svåne. Es ist nicht viel Verkehr, aber plötzlich stehen wir im Stau. Einige hundert Meter vor uns hat es einen Unfall gegeben. Nur Minuten später braust ein Rettungshubschrauber heran, es scheint also ernst zu sein. Was wirklich passiert ist, finden wir nicht heraus, auch nicht als wir später die Unfallstelle passieren. Trotz der Abgelegenheit der Stelle haben die Rettungskräfte in Windeseile ganze Arbeit geleistet.

Die Bahnhöfe in der Gegend sind urig und passen gut in die Landschaft.

Die Bahnhöfe in der Gegend sind urig und passen gut in die Landschaft.

 

Der Heil war binnen Minuten am Ort des Geschehens.

Der Heil war binnen Minuten am Ort des Geschehens.

Wir sind unterwegs zu einem Lost Place. Eine Bunkeranlage deutscher Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg wollen wir uns anschauen. Ein Cache dort wäre auch drin (GC12NPR). Als wir die Zufahrt erreichen, ist sie abgesperrt. Mehr noch, Militärposten sichern. Auf dem Areal wird wohl geübt. In der Ferne sind mobile Raketenwerfer und noch so einiges anderes Kriegsgerät auszumachen. Mift.

Uns bleibt nichts anderes übrig, als unseren Weg Richtung Süden fortzusetzen.

In der Gegend spielen heute andere. Kein Rankommen an den Lost Place.

In der Gegend spielen heute andere. Kein Rankommen an den Lost Place.

Wir möchten heute vor Oslo nächtigen, dort scheint die es noch einigermaßen ländlich zuzugehen. Hinter Hamar machen wir uns auf die Suche.

Die Hamar Olympiahall, besser bekannt als Vikingskipet ist eine der größten Eislaufhallen der Welt.

Die Hamar Olympiahall, besser bekannt als Vikingskipet, ist eine der größten Eislaufhallen der Welt.

 

Auf Schlafplatzsuche

Auf Schlafplatzsuche

Trotz der ausgedehnten Wälder in der Gegend finden wir nichts Geeignetes. Bei Tangen gibt es einen Tierpark, der wohl momentan geschlossen hat. Aber er verfügt über einen großen Parkplatz mit Buschreihen dazwischen. Hier lassen wir uns nieder. In der Nacht regnet es ein wenig und wir schlafen ganz hervorragend bei dem Getröpfel auf dem Bullidach.

Als nächstes verlassen wir Norwegen, suchen uns eine Fähre und um ein Haar hätte man uns den Bulli geklaut.

 

Magisches Licht und Abschied von den Fjorden

Die Sonne lugt durch die dicken schwarzen Wolken

Skandinavische Lichtstimmungen

Morgens brechen wir in Richtung Nesna auf. Wir überqueren nochmals den Pass. Ein paar Kühe liegen auf der Straße.

Kühe liegen entlang der Straße auf dem Pass Richtung Nesna

Kühe liegen entlang der Straße auf dem Pass Richtung Nesna

Unten in Nesna regnet es heftig. Wir lösen die Tickets für die Fähre durch das einen Schlitz geöffnete Fenster der Fahrertür. Sonst wäre alles nass geworden. Die junge Frau, die in Regenjacke und mit Ticketdrucker bewaffnet zwischen den Autos den Fahrpreis einsammelt, ist bei dem Wetter nicht zu beneiden. Während der Fährüberfahrt klart es jedoch merklich auf. Levang begrüßt uns mit strahlendem Sonnenschein. Am Anleger liegt ein Cache (GC3A9EM) mit einem besonders schönen Versteck.

Kurz hinter Levang. Mit Sonne geht alles besser.

Kurz hinter Levang. Mit Sonne geht alles besser.

Von hier aus geht es jetzt weiter in Richtung Sandnessjøen. Kurz vor dem Städtchen überqueren wir die spektakuläre Helgelandsbrua, eine Brücke mit einer Kurve. Wir fahren drüber; unterwegs gibt es grandiose Aussichten. Am anderen Ende wenden wir: Nochmal, nochmal!

Auf der Helgelandsbrua

Auf der Helgelandsbrua

Die Kurve auf der Helgelandsbrua

Die Kurve auf der Helgelandsbrua

Die Brücke führt uns auf die Insel Alsten. Zunächst durchqueren wir das Städtchen Sandnessjøen und folgen der hier schnurgerade verlaufenden Fv17. Direkt an einem Flugplatz, den wir passieren, gibt es einen Campingplatz. WTF?

Am Fähranleger in Tjøtta liegt die Fähre zum Einfahren bereit. Zum ersten Mal erleben wir, dass eine Fähre voll ist und nicht alle mitnehmen kann. Uns auch nicht. Wir müssen warten, bis die Fähre zurück kommt. Kein Cache weit und breit, also kochen wir Kaffee und faulenzen im Bus.

Die Fährüberfahrt ist herrlich. Es weht ein steifer Wind, aber die Sonne scheint. Zwischen der Insel Pålmyro und dem Festland liegt eine Wand aus Nebel. Kurz vor  Forvik wird sie uns verschlucken.

Auf der Fähre von Tjøtta nach Forvik

Auf der Fähre von Tjøtta nach Forvik

Die sonnige Überfahrt ist wunderschön!

Die sonnige Überfahrt ist wunderschön!

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Die Nebelwand bei Pålmyro.

Es ist inzwischen früher Abend und die Fähre hat ausser uns noch viele große Wohnmobile transportiert. Wir suchen zunächst auf einem Hochplateau nach einem Schlafplatz. Wir biegen in einen vielversprechenden Weg ein (ohne Briefkasten, kein Haus zu sehen). Etwas entfernt entdecken wir dann doch ein Gehöft, zu dem dieser Weg wohl führt. Wenden geht nicht, also fahren wir ein Stück rückwärts zurück. Dabei lasse ich mich nur kurz ablenken. Das rächt sich sofort mit dem linken Vorderrad im Drainagegraben. Wir sitzen fest. Die Achse liegt auf. Zum Glück bekomme ich mit dem Reifen bei einem bestimmten Einschlag noch Grip am Grabenrand und wir kommen gerade so raus.

Auf der Suche nach einem Schlafplatz passieren wir eine geeignete Stelle, wo sich aber alle anderen Wohnmobile von der Fähre versammelt haben. Das muss dann auch nicht sein und wir schauen uns weiter um. Dann stehen wir am Fähranleger Åndalsvåg und beschließen, die kurze Überfahrt nach Horn auch noch heute zu machen.

Wir fahren jetzt auf Brønnøysund, einer größeren Stadt, zu und wollen vorher noch ein schönes Plätzchen zum Pennen finden. Wir finden einen historischen Marktplatz mitten in der Pampa, einen Wanderparkplatz nahe der Straße und einen Süßwassersee mit einigen Ferienhäusern nahe des Ufers. Aber auch ein paar vielversprechenden Stellflächen direkt am Wasser. Wir treffen ein paar Leute, die in der Nähe einen Wohnwagen stehen haben. Sie meinen, es wäre kein Problem hier für eine Nacht zu „parken“, der Besitzer hätte sicher nichts dagegen. Und so war es dann auch. Wir stellen uns hin, haben einen Sonnenuntergang (ungewohnt inzwischen) und anschließend eine geruhsame Nacht.

Binnenseecamp bei Brønnøysund

Binnenseecamp bei Brønnøysund

Hier wird es zum ersten Mal wieder nennenswert dunkel.

Hier wird es zum ersten Mal wieder nennenswert dunkel.

Der nächste Tag ist grau und wolkenverhangen. Wir fahren zunächst nach Brønnøysund hinein, tanken Diesel sowie Wasser und kaufen ein. Dann folgen wir der Fv17 weiter zu unserer letzten Inlands-Fährpassage von Vennesund nach Holm.

Heute ist es ein bisschen sehr grau entlang der Fv17.

Heute ist es ein bisschen sehr grau entlang der Fv17.

Die Abfertigung unserer letzten Inlandspassage hat schon begonnen als wir eintreffen.

Die Abfertigung unserer letzten Inlandspassage hat schon begonnen als wir eintreffen.

Es ist Nachmittag als wir in Holm eintreffen, trotzdem halten wir entlang der Strecke schon Ausschau nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Wir sind ein bisschen erschöpft und möchten uns einfach ein wenig ausruhen. Ausserdem wollen wir versuchen, noch eine Nacht an einem Fjord zu verbringen. Kurz hinter Foldereit nehme ich im Augenwinkel  einen Weg wahr, der von der höher gelegenen Straße herunter zum Fjord führt. „Astrid, schau dich mal um. Ist da unten ein Haus?“ Da ist kein Haus.

Wir drehen, fahren den Weg herunter und finden uns auf einer felsigen Landzunge (N64 55.621 E12 20.312) nahe der Wasserlinie wieder. Es ist ziemlich windig und ich checke vorsichtshalber einmal den Tidenhub hier. Sowohl die Gezeiteninfo aus dem Netz als auch die Spuren an den Felsen lassen die Stelle unkritisch erscheinen. Gerade ist Ebbe, aber die Flut sollte nur wenig über einem Meter höher stehen. Ein Lagerplatz am allerletzten Fjord, so genial gelegen! Glück muss der Mensch haben!

Am Abend verziehen sich die Wolken, die tief stehende Sonne zaubert abermals eine grandiose Lichtstimmung in die Landschaft. Wir genießen den Kontrast des Lichts mit den tief liegenden, dunklen Wolken.

Perfekter Lagerplatz auf einer Landzunge am allerletzten Fjord auf der Route.

Perfekter Lagerplatz auf einer Landzunge am allerletzten Fjord auf der Route.

Ein Lichtspektakel kündigt sich an

Ein Lichtspektakel kündigt sich an

Die Sonne lugt durch die dicken schwarzen Wolken

Die Sonne lugt durch die dicken schwarzen Wolken

Die tief stehende Sonne taucht alles in eine unvergleichliche Lichtstimmung.

Die tief stehende Sonne taucht alles in eine unvergleichliche Lichtstimmung.

Herrliches Licht am Fjord

Herrliches Licht am Fjord

Frühstück am Fjord

Am nächsten Morgen: Frühstück am Fjord

Der folgende Tag bringt den Abschied von den Fjorden. Zumindest für diese Reise. Mal schauen, was das norwegische Inland uns zu bieten hat!

Bergfest und Trennung

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Als wir von Sandhornøya aufbrechen, fängt es gerade wieder an zu regnen. Wir haben die Zelte und die restliche Ausrüstung zum Glück noch in Sonne und Wind dieses Morgens trocknen können und sind gerade rechtzeitig mit dem Einpacken fertig geworden. So geht es jetzt wieder auf die Fv17. Das Wetter ist trüb. Trotzdem gibt es an der Route jede Menge zu sehen. Schneebedeckte Berge, aufgewühlte Fjorde, Nadelwälder und mächtige Wasserfälle.

In Ørnes suchen wir nach Angelbedarf

In Ørnes suchen wir nach Angelbedarf

Unsere Köder sind alle. Es ist Samstag und wir versuchen in einer Ladenzeile in Ørnes welche zu kaufen. Wir bekommen alles was wir brauchen, nur keine Köder. Etwas weiter finden wir einen Sportladen, der leider schon um 15 Uhr geschlossen hat. Bei Glomfjord verlassen wir die Hauptstraße und fahren auf der alten Passtraße in den Ort hinein. Der Tunnel, den man unterhalb gebaut hat, ist dem Örtchen sichtlich schlecht bekommen. Es wirkt ein bisschen verlassen und heruntergekommen. Der Durchgangsverkehr fehlt wohl. Wir überlegen, unter wievielen solcher Örtchen wir wohl schon unbemerkt hindurch gefahren sind. Auch hier gibt es nirgends Köder zu kaufen. 

Nach einer engen, kurvigen Passage zurück hinunter zur Fv17 geht es in den Svartistunnelen, der fast acht Kilometer lang ist.

Die Einfahrt zum langen Tunnel

Die Einfahrt zum langen Svartistunnelen

Gegenüber des nun folgenden Fjords erstreckt sich der Svartisen. Ein riesiger Gletscher, dessen legendärer blauer Schimmer bei dem trüben Licht leider nur zu erahnen ist. Hier müssen wir bei Sonnenschein noch einmal hin!

Svartisen bei trüben Wetter

Svartisen bei trüben Wetter

Bei Ica dann gleich mehrere Supermärkte. Alles haben sie: Lebensmittel, Unterhaltungselektronik, Bekleidung und sogar ein wenig Outdoor-Gear. Aber keine Köder! Jetzt kommt uns die rettende Idee. Im nahen Furøy gibt es einen Campingplatz. Was, wenn der Kiosk dort Angelkram hat? Genau so ist es. Es gibt Köder zu kaufen, sogar vergleichsweise preiswert.

Gut gelaunt und frisch ausgestattet machen wir uns zum Fähranleger der ersten Überfahrt auf der Route entlang der Fv17 auf. Es ist nur ein kurzes Vergnügen, es dauert keine zehn Minuten bis Ågskardet. So langsam richten wir unsere Blicke wieder auf geeignete Schlafplätze, aber die Besiedelung und die Landschaft gibt nicht viel her. Also stehen wir wenig später am Fähranleger Jetvik. Die Fähre lässt sich noch am Rand des Hafenbeckens ausmachen; sie hat gerade Richtung Kilboghamn abgelegt. Es ist also Zwangspause  angesagt. Haiko angelt im Hafenbecken und auch werfe meine Rute ein paar Mal aus. Ein paar kleine Makrelen an der Oberfläche deuten auf einen Schwarm weiter unten hin. Aber nichts. Haiko probiert es noch weiter. Astrid und ich beschließen den Felsen rechts vom Hafen zu besteigen. Die Aussicht gibt im Nieselregen nicht viel her. Aber zumindest haben wir ein bisschen Bewegung.

Fähre knapp verpasst

Fähre knapp verpasst

Als die Fähre endlich eintrifft, regnet es veritabel. Nur noch zwei weitere Autos mit drei Insassen möchten mit dem dafür völlig überdimensionierten Schiff übersetzen. Wir machen es uns in der großen Lounge bequem und wärmen uns auf. Auf dieser Passage verlassen wir den Nordpolarkreis.

Mit dieser Fähre verlassen wir den Nordpolarkreis.

Mit dieser Fähre verlassen wir den Nordpolarkreis.

Inzwischen ist es spät und in der Gegend nach dem Anleger müssten wir alsbald einen Schlafplatz finden. Wir fahren von der Hauptstraße ab. Das kleine Sträßchen führt immer weiter hoch und somit in die tief hängenden Wolken. Ein paar geeignete Plätze passieren wir, immer schon von einem oder mehreren Wohnmobilen belegt.

Schließlich finden wir den Parkplatz einer Schule bei Haugland. Hier beginnt ein Wanderweg, an dem Tina und Haiko ihr Zelt aufbauen. Es regnet durchdringend. Nach Nudeln mit Pesto und einigen Bieren beschließen wir den Tag und hoffen auf besseres Wetter und mehr Glück.

Der nächste Morgen präsentiert sich etwas freundlicher. An einem Parkplatz in der Nähe finden wir neben Sanitär einen guten Lagerplatz etwas abseits. Wir wollen heute aber weiter. Und Angeln. Ein Stück weiter auf der 17 weist ein Schild mit einem an der Angel zappelnden Fisch auf einen Parkplatz. Ein schick zurecht gemachter Angelplatz mit Granitmöbeln, die dem Fels angepasst wurden, lädt zum Baden der Köder ein. Wir versuchen uns abermals im Fischfang, haben wieder kein Glück. An dieser Stelle sei aufgelöst, dass es auf dem Rest der Reise keinen frischen Fisch mehr geben wird.

Hier werden wir heute nichts fangen.

Hier werden wir heute nichts fangen.

Jemand anderes hatte aber kürzlich Erfolg hier.

Jemand anderes hatte aber kürzlich Erfolg hier.

Auf dem Parkplatz trennen sich unsere Wege zunächst. Wir wollen ein paar Caches in der Gegend suchen, das ist in den letzten Tage zu kurz gekommen. Tina und Haiko erkunden den weiteren Verlauf der Strecke und suchen nach besseren Fischgründen. Einige Stunden später treffen wir uns auf einem Parkplatz. Die beiden sind gerade im Gespräch mit einem redseligen Local. Neben allerlei unglaublicher Geschichten hat er einen Tipp für einen Lagerplatz unweit von Nesna. Also los. Über einen Pass hoch über dem Fjord erreichen wir die kleine Hafenstadt. Das potenzielle Lager entpuppt sich als moskitoverseuchtes, etwas angemülltes Stück Wiese mit niedrigen Bäumen und Sträuchern ganz in der Nähe der Wohnbebauung. Das gefällt uns nicht. An der anderen Seite der Landzunge gibt es einige Caches. Ausserdem verheisst die Karte dort geringe Siedlungsdichte. Astrid und ich werden die Gegend cachend erkunden, Tina und Haiko versuchen ihr Angelglück nochmals im Hafen. Die Caches waren nett, aber einen Lagerplatz gibt es in der landwirtschaftlich genutzten Landschaft nicht. Wir erinnern uns an einen Parkplatz bei einem Cache, 30 Kilometer zurück auf der Fv17. Als wir uns im Fährhafen von Nesna wieder treffen, schlagen wir diesen als Schlafplatz vor. Mangels Alternative machen wir uns auf den Weg und werden die Nacht unweit eines tosenden Flusses verbringen.

Der tosende Fluss unweit des Lagers

Der tosende Fluss unweit des Lagers

Am oberen Lauf des Wasserfalls sind wir unterwegs zu einem Cache.

Am oberen Lauf des Wasserfalls sind wir unterwegs zu einem Cache.

Als wir unser Lager aufgeschlagen haben, teilen uns Tina und Haiko einen Entschluss mit. Sie möchten nach Hause. Das Wetter und die langwierige Suche nach einer zeltkompatiblen Bleibe haben an ihren Nerven genagt. Das können wir gut verstehen, finden es aber schade, dass die gemeinsame Reise hier nun enden soll. Der Ausstiegspunkt ist aber gut gewählt. Im nahen Mo I Rana gibt es gleich mehrere Möglichkeiten, über gut ausgebaute Europastraßen schnell wieder gen Süden zu gelangen.

Die Dachlatte im Einsatz

Die Dachlatte im Einsatz

So wird es unser letzter gemeinsamer Abend in Norwegen. Wir machen das beste draus und feiern. Die Biervorräte wollen bei dieser Gelegenheit dezimiert werden. Ein kleines Gewitter zieht auf. Wir machen es uns im Bulli gemütlich und warten den Guss ab.  Gegen Mitternacht endet unsere Abschiedsfeier. Wir werden am nächsten Morgen noch gemeinsam frühstücken, dann geht es für uns allein weiter.

Regenbogen nach dem Gewitter

Regenbogen nach dem Gewitter

Es gibt Dorsch!

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Es ist ein grauer Tag, als wir uns Richtung Fähranleger Moskenes aufmachen. Heute werden wir die Lofoten verlassen und ab Bodø auf der Fv17 in Richtung Süden fahren.

Wir durchqueren Fischerdörfer, passieren ausgedehnte Tørrfisk-Anlagen und haben noch einmal tolle Ausblicke auf die zerklüftete Südspitze der Lofoten. Wir suchen zwei Caches, finden aber nur einen und machen Halt im berühmten Reine, kurz vor Moskenes.

Tørrfisk über und über

Tørrfisk über und über

Blick über Reine

Blick über Reine

In Moskenes reihen wir uns in die Fähr-Warteschlange ein und vertreiben uns die Wartezeit mit Kaffeetrinken und Reisemobile gucken. Als die Fähre anlegt, sind unter den ausfahrenden Autos auch einige Teams der Baltic Sea Circle Rallye. Das interessiert uns besonders, schließlich sind Freunde von uns im Frühjahr die Allgäu-Orient mitgefahren. Wer aber 7500 km in 15 Tagen fahren muss, der hat keine Zeit zum Anhalten.

Teilnehmer der Baltic Sea Circle Rallye kommen von der Fähre

Teilnehmer der Baltic Sea Circle Rallye kommen von der Fähre

Cabrios scheinen beliebt auf der Baltic Sea Circle.

Cabrios scheinen beliebt auf der Baltic Sea Circle.

Moskenes

Moskenes

Es ist eine ruhige Überfahrt. In 3,5 Stunden erreichen wir Bodø. Unterwegs gibt es wieder Wale zu sehen. Dieses Mal kann ich auch mit der Kompaktkamera eine Ahnung davon erhaschen.

Das ist eine Walflosse. Glaube ich.

Das ist eine Walfinne. Glaube ich.

Am Fähranleger in Bodø klingelt das Telefon. Tina und Haiko haben einen Lagerplatz gefunden. Schön gelegen, Fischgründe um die Ecke. Und es gibt Fisch heute Abend! Wir machen uns auf den Weg.

Hinter Bodø passieren wir den berühmten Gezeitenstrom Saltstraumen. Ganz schön was los hier. Wir schauen uns das Gegurgele der Meerenge eine Weile an, heben den örtlichen Cache und machen dass wir fortkommen.

Trotz Vollgas stehen die beiden im Saltstraumen.

Trotz Vollgas stehen die beiden im Saltstraumen.

Ist schon beeindruckend, was die Norweger an Infrastruktur in die Landschaft zimmern.

Ist schon beeindruckend, was die Norweger an Infrastruktur in die Landschaft zimmern.

Das Lager befindet sich bei Sandvik auf Sandhornøya. Wir fahren über die Brücke auf die Insel. Es ist wenig los. Ein paar Häuser, ein Supermarkt. Über einen kleinen Pass geht es auf die andere Seite. Entlang der Straße erstreckt sich ein riesiger Sandstrand, von dem die Insel wohl ihren Namen hat. Etwas abseits der Straße, auf einer kleinen Grasfläche und direkt am Strand erspähen wir den Nissan. Auf der anderen Seite der Straße erhebt sich eine gewaltige Felswand. Tina und Haiko sind schon mit den Vorbereitungen für das Abendessen beschäftigt.

Ostküste von Sandhornøya

Ostküste von Sandhornøya

Unser Lager auf Sandhornøya (N67° 09.813 E14° 13.642).

Unser Lager auf Sandhornøya (N67° 09.813 E14° 13.642).

Es gibt drei große Dorsche und einen Köhler, die Haiko eben gefangen hat. So frischen Fisch haben wir noch nicht gegessen. Einfach so auf dem Grill zubereitet braucht er keine weitere Würze; nur ein bisschen grobes Salz. Köstlich!

Unser Grill besteht aus einigen großen Natursteinen. An vielen Plätzen, die sich als Lager anbieten, findet man bereits benutzte Feuerstellen vor. Die Roste haben wir mitgebracht.

Abendstimmung nach vorzüglichem Fischgenuss

Abendstimmung nach vorzüglichem Fischgenuss

In den folgenden Tagen gehen wir Angeln und wechselseitig am Strand spazieren. Zwischendurch wird es heftig regnen. Dann machen wir es uns in einem alt-ehrwürdigen Hauszelt gemütlich, das Tina und Haiko mitgebracht haben.

Immer abends landen Schlauchboote am Strand. Die Insassen tragen alle die gleichen Schwimmwesten, niemand steigt aus. Muss eine Touritour sein. Aber wozu? Hier sind doch nur wir. OK, und der Strand. Aber dafür sollte man doch aussteigen! Es dauert eine Weile, bis wir herausfinden, weswegen die Boote kommen. Astrid berichtet nach einem morgendlichen Strandspaziergang von einem riesigen Greifvogel, den sie bei einem Felsen aufgeschreckt hat. Und dann sehen auch wir sie!  In der Felswand beim Lager leben Seeadler. Bei besserem Wetter kreisen sie über unseren Köpfen. Die Boote kommen also von den Sea Eagle Safaris, die in Bodø angeboten werden.

Das Camp vom Strand aus gesehen. Da unten ganz klein.

Das Camp vom Strand aus gesehen. Da unten, ganz klein.

Einer der Seeadler kreist über unseren Köpfen bei Sandvik.

Einer der Seeadler kreist über unseren Köpfen bei Sandvik.

Ab hier wird das Bildmaterial etwas fischlastig. Phobiker mögen Abstand nehmen.

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Zwei Dorsche warten auf den Grill.

Mehrere Male sind Haiko und ich zum Angeln unterwegs. Manchmal kommen Astrid und Tina auch mit. Es ist mühsam. Unsere (meine?) mangelnde Erfahrung macht die Sache zudem materialintensiv. Ein ungeschickter Wurf oder ein unglückliches Einholmanöver und einer der Köder ist zum Teufel. Am Grund des Fjords oder im krautigen Ufer trifft es aber eher. Im örtlichen Supermarkt sind die Köder, die wir bevorzugen, ausverkauft. Immerhin sollten die dann die richtige Wahl gewesen sein. Wir experimentieren mit verschiedenen Gewichten und Farben und haben wechselndes Angelglück.

Jedenfalls gibt es jetzt jeden Abend Fisch. Wir variieren auch mit der Zubereitung. Ganze Fische auf dem Grillrost. Filets auf dem Grill. Filets mehliert und mit Knoblauch angebraten. Alles unglaublich lecker.

Mein allererster selbst gefangener Fisch. Zu klein, der darf zurück in den Fjord.

Mein allererster selbst gefangener Fisch. Zu klein, der darf zurück in den Fjord.

Haiko hat ein Prachtexemplar gefangen.

Haiko hat ein Prachtexemplar gefangen.

Wir nehmen den Fisch noch am Ufer aus.

Wir nehmen den Fisch noch am Ufer aus.

Tina versucht sich im Filetieren von Dorsch.

Tina traut sich zuerst an das Filetieren von Dorsch.

Vorfreude auf frischen Grillfisch.

Vorfreude auf frischen Grillfisch.

Auch ich probiere einen Dorsch zu zerlegen.

Auch ich probiere einen Dorsch zu zerlegen. Was ziemlich gut klappt.

Erstmal Kaffee.

Erstmal Kaffee auf Sandhornøya.

Weiter geht es auf der Fv17 bei nicht so schönem Wetter. Eine Trennung steht an.

Traumcamp auf den Lofoten

Tee kochen mit Wahnsinns-Aussicht

Tee kochen mit Wahnsinns-Aussicht

So sind wir nun endgültig an der berühmten Südspitze der Lofoten angekommen. Die Sonne scheint und weiße Wolken werden von einem frischen Wind über den weiten Himmel getrieben. Eben haben wir die kleine Kirche bei Flakstad angeschaut. Am Horizont deutet sich Ramberg an.

Die Kirche von Flakstad, Lofoten

Die Kirche von Flakstad, Lofoten

In dieser großartigen Landschaft werden wir dann fündig. Ein Weg führt von der Straße zum Meer herunter. Es gibt einen tollen Lagerplatz (N68° 06.243 E13° 15.127), wieder direkt am Felsenstrand. Wieder mit Blick nach Norden. Hier sind wir umringt von Bergen und genau zwischen zwei Orten. Es gibt genug Platz. Sogar Brennholz findet sich in der Nähe, so dass wir am Abend ein Feuer entfachen.

Unser Camp zwischen Flakstad und Ramberg

Unser Camp zwischen Flakstad und Ramberg

Die Berge vorm Camp

Die Berge vorm Camp

Die Berge hinterm Camp

Die Berge hinterm Camp

Nachmittags ruhen wir uns einfach ein bisschen aus, schlafen und lesen. Genießen den Moment. Mit dieser tollen Aussicht und dem ruhigen Plätzchen fällt das nicht schwer. Nur mit Angeln ist es hier wieder nichts. Zu flach.

Glasklares Wasser. Aber eiskalt!

Glasklares Wasser. Aber eiskalt! Und flach.

Astrid und ich beschließen, noch einen Tag zu bleiben. Haiko hat der Ehrgeiz gepackt. Es hat immer noch keinen fangfrischen Fisch gegeben. So möchte er gern gute Fischgründe finden, die es hier definitiv nicht gibt. Tina kommt mit und die beiden werden Morgen mit der Fähre Moskenes-Bodø wieder aufs Festland übersetzen. Wir haben noch einen tollen Abend mit Lagerfeuer und Mitternachtssonne.

Die magische Lichtstimmung der Mitternachtssonne.

Die magische Lichtstimmung der Mitternachtssonne.

Als wir morgens aufstehen, sind die beiden schon weg. Wir vertreiben uns den Tag mit Streifzügen durch die Gegend. Zwischendurch machen wir es uns in unserem Camp bequem und schauen aufs Meer.

Die Landschaft in der Nähe des Camps ist sumpfig und artenreich.

Die Landschaft in der Nähe des Camps ist sumpfig und artenreich.

Wollgras gibt es hier in Hülle und Fülle.

Wollgras gibt es hier in Hülle und Fülle.

Walknochen am Strand

Walknochen am Strand

Einsiedelei auf den Lofoten

Einsiedelei bei Ramberg

Strandfund

Strandfund

Strand an der Südspitze der Lofoten

Strand bei Flakstad

Austernfischer gibt es hier viele.

Austernfischer gibt es hier viele.

Austernfischer-Küken

Austernfischer-Küken

Steinmännchen

Steinmännchen

Abends ziehen spektakuläre Wolkenformationen auf. Es ist aber noch viel blauer Himmel dazwischen. Die Sonne sinkt wieder in Richtung Horizont und taucht alles in dieses unvergleichliche Licht. Es ist spektakulärer als alles, was wir vorher gesehen haben.

Die Berge vorm Camp, ungefähr um 23 Uhr.

Die Berge vorm Camp, ungefähr um 23 Uhr.

Spektakulär! Muss man mit eigenen Augen gesehen haben.

Unbeschreiblich! Muss man mit eigenen Augen gesehen haben.

Einfach nur ein geniales Bullibild aus Norwegen (bei Flakstad, Lofoten)

Sonnenunter- und aufgang gleichzeitig. Phantastisch!

Am nächsten Tag hat es sich zugezogen. Jetzt brechen auch wir auf und fahren nach Westen, dem Fähranleger entgegen. Beim Wiedersehen mit Tina und Haiko wird es endlich frischen Fisch geben!

Lost Place Camp(s)

Lost Place Camp bei Sigerfjord

Lost Place Camp bei Sigerfjord

In Andenes angekommen sind wir nach der beeindruckenden Landschaft Senjas etwas enttäuscht. Es ist recht flach, weiter in der Ebene erheben sich ein paar Berge. Trotzdem ist kein Platz für ein Camp. Besonders angelfreundlich sehen die flachen Strände, an denen wir vorbeifahren auch nicht aus.

Pattes Land auf Andøya

Pattes Land auf Andøya

In den folgenden beiden Tagen fahren wir durch nasskaltes Wetter weiter in Richtung Lofotenspitze. Zwei Übernachtungen an nicht so idyllischen Orten sind auch dabei. An einem verlassenen Steg bei Sigerfjord auf Hinnøya lässt sich abends wenigstens noch angeln. Aber die Dorsche, die dabei herausspringen, sind viel zu klein und dürfen wieder zurück in den Fjord.

Auf Schlafplatzsuche bei Stangerholmen stoßen wir auf große Dörrfischgestelle. Haben wir vorher auf der Reise noch nicht wahrgenommen. Ab hier werden sie zum Landschaftsbild gehören.

Tørrfisk bei Stangerholmen

Tørrfisk bei Laukvika

Unser Weg führt uns an Henningsvær vorbei, ein Ort den uns die norwegischen Wohnmobilisten von vor ein paar Tagen empfohlen haben. Er liegt auf einer Landspitze etwas westlich vom Fährhafen Solvær. Die Straße nach Hennigsvær führt über Felsen und durch tolle Landschaft. Allerdings wird es jetzt immer voller. Die Parkplätze sind bereits jetzt, ausserhalb der Saison, mit Wohnmobilen über und über gefüllt. Das ist nun so gar nicht unseres. Wir werfen einen Blick auf das Örtchen und machen, dass wir wieder in die Botanik kommen.

Blick auf Henningsvær

Blick auf Henningsvær

An diesem Tag haben wir auch kein schönes Plätzchen zum Schlafen gefunden. Erschöpft suchen wir hinter einem verlassenen Gemeindezentrum bei Vestersand Windschutz. Hier stellt uns die Bürgerwehr. Ein Mann in einem Range Rover will wissen, was wir hier machen. Na, übernachten! Er ist aber schon mit unseren deutschen Kennzeichen zufrieden. Angeblich marodieren Osteuropäer durch die Gegend, die alles Mögliche stehlen. Haben wir jedenfalls nicht gesehen.

Ich habe eine schlechte Nacht. Kann nicht schlafen, der Schlafsack taugt einfach nicht bei den Temperaturen. Fahrlässigerweise sind wir mit Sommerausrüstung zum Nordpolarkreis gefahren. Astrids Sommerschlafsack ist gerade warm genug, aber meiner ist 25 Jahre alt, durchgelegen und der Messing-Reissverschluss ist eine blöde Kältebrücke. In den folgenden wachen Stunden recherchiere ich nach Outdoor-Läden in der Nähe. In Leknes gibt es einen. Da fahren wir Morgen hin!

Noch ein Lost Camp bei Vestersand.

Noch ein Lost Camp bei Vestersand.

Der darauf folgende Tag entschädigt uns für das miese Wetter und das Camperpech vorher. Es ist aufgeklart. Auf dem Weg ins nahe Leknes überqueren wir einen Pass. Vor uns liegt eine grüne Ebene, in der sich wunderschöne Berge auftürmen. Zwischendurch durchbrochen von Fjorden. Das Wasser glitzert smaragdfarben in der Sonne. So weit das Auge reicht. Wir passieren das Wikingermuseum und mein Kollege Jochen haut mir heute noch auf den Hinterkopf, weil wir da einfach dran vorbei gefahren sind.

Zunächst wird Ausrüstung eingekauft. Haiko erwirbt eine komplette Angelausrüstung, ich einen Schlafsack mit Komfortgrenze +5°. Zum Glück sind diese Artikel im Verhältnis zum sonstigen norwegischen Preisniveau erschwinglich.

Hinter Leknes geht es dem schönsten Teil der Lofoten entgegen.

Hinter Leknes geht es dem schönsten Teil der Lofoten entgegen.

Hinter dem Städtchen geht es spektakulär weiter. Man kann sich gar nicht satt sehen. Wenn es jetzt nur noch einen geeigneten Lagerplatz gäbe . . .

Senja verpasst

Das erste Camp mit durchgehender Mitternachtssonne. Magisch!

Das erste Camp mit durchgehender Mitternachtssonne. Magisch!

Nachdem wir den schönen, aber kalten Lagerplatz bei Tromvik aufgegeben haben, wollen wir etwas mit durchgängiger Sonne finden. Dabei erweist sich unser Atlas als überaus hilfreich. Nach einigen Exkursionen auf verschiedenen Nebenstraßen, die immer in Orten oder Siedlungen enden, finden wir den nahezu perfekten Platz (N69° 37.262 E18° 03.908). Ein Stück Wiese, links ein kleines Stück Strand und rechts ein paar Felsen zum Angeln. Das Ganze mit freiem Blick nach Norden.

Perfekte Ausrichtung nach Norden!

Perfekte Ausrichtung nach Norden!

Unser Privatstrand

Unser Privatstrand

Camp in der Abendsonne

Camp in der Abendsonne

Was zum Teufel ist das für ein Vieh?

Was zum Teufel ist das für ein Vieh?

Während das Abendessen schon köchelt, versuchen sich Haiko und ich noch im Angeln. Hier geht es schon deutlich besser. Das Wasser ist hinter den Felsen schon ziemlich tief. Allerdings haben wir wieder die falsche Zeit, den falschen Ort, keine geeigneten Köder oder einfach nur Pech. Plötzlich haben wir bei fast jedem Wurf seltsame schwarze Gebilde am Haken, mit denen wir gar nichts anfangen können. Sehen ein bisschen, aus, als hätte H. R. Giger sie ersonnen. Keine Augen, Kiemen
erkennbare Gliedmaßen. Eines hat wohl gebissen und lässt sich nicht mehr vom Haken lösen, so dass wir es töten müssen. Andere haben am Körper gehakt und wir können sie wieder einsetzen. Wir geben die Angelei für heute auf.

In der Nacht zieht die Mitternachtssonne direkt vor uns über dem Horizont vorbei. Alles ist in ein magisches Licht getaucht, einfach wunderschön. Wir beobachten Seeotter beim Jagen im Meer. Neidisch sehen wir, wie einer mit Genuss seinen Fang verzehrt.

Der Seeotter hat sicher etwas gefangen. Wir blieben heute bis auf die Aliens leer aus.

Der Seeotter hat sicher etwas gefangen. Wir blieben heute bis auf die Aliens leer aus.

Am nächsten Morgen hat es sich ein bisschen zugezogen und der Wind ist auch nicht wärmer geworden. Nach dem Frühstück geht es auf die erste Inlandsfähre in Norge. Wir setzen von Botnhamn nach Brensholmen auf Senja über. Eine kleinere Fähre verkehrt hier. Wir machen es uns in der Lounge bequem.

Frühstück mit Privatstrand.

Frühstück mit Privatstrand.

Da kommt die Fähre nach Senja!

Da kommt die Fähre nach Senja!

Auf Senja angekommen finden wir die Berge in eine dicke Wolkenschicht gehüllt. Am Fähranleger gibt es ein beheiztes Sanitärhäuschen und Trinkwasser. Alles gratis. Die Insel war Teil der Route auf unserem Weg Richtung Lofoten. Wir hätten uns hier mehr Zeit nehmen sollen. Zwar ist das Wetter gerade nicht sehr freundlich, aber die Landschaft ist grandios. Wir haben jedoch schon die nächste Fähre nach Andenes im Auge und geben Gas. Dabei hätten wir die Wolken besser ignoriert und uns auf dieser Insel mehr umsehen sollen. Es ist wenig los, die Siedlungsdichte ist gering und es hätte sicher einen schönen Lagerplatz hier und da gegeben. Ein Grund mehr, hierher zurück zu kommen.

(Viel zu) kurze Pause auf Senja.

(Viel zu) kurze Pause auf Senja.

Interessante Einrichtung bei den engen Tunneln auf Senja: Radfahrer können den roten Knopf rechts unten drücken. Dann blinkt das Licht am Warnschild und jeder weiss, dass im Tunnel jemand radelt. Am Ende des Tunnels ist ein zweiter Knopf, mit dem man das Licht wieder aus machen kann.

Interessante Einrichtung bei den engen Tunneln auf Senja: Radfahrer können den roten Knopf rechts unten drücken. Dann blinkt das Licht am Warnschild und jeder weiss, dass im Tunnel jemand radelt. Am Ende des Tunnels ist ein zweiter Knopf, mit dem man das Licht wieder aus machen kann.

In der Schlange am Anleger auf Senja.

In der Schlange am Anleger auf Senja.

Die Fähre nach Andenes erreichen wir knapp. Es es ist ganz gut Seegang und ich folge Haiko auf Deck. Mir fällt es schwer, das Rollen der Fähre beim Gehen auszugleichen. Immer wieder muss ich mich irgendwo festhalten. Bei solcher See war ich lange auf keinem Schiff mehr. Wenigstens werde ich nicht seekrank. Mein kleines altes Fernglas leistet mir jetzt gute Dienste. Etwa auf der Hälfte der Passage kann man die Wale blasen sehen. Weit draussen auf See, mit dem bloßen Auge kaum auszumachen.

Von Gryllefjord geht’s rüber nach Andenes.

Von Gryllefjord geht’s rüber nach Andenes.

Weiter geht es auf den Lofoten, wo wir zunächst an zwei Lost Places gecampt haben.

Utepils

Das Utepils Dosenbier der Brauerei Grans

Das Utepils Dosenbier der Brauerei Grans

Mit Bier ist das in Norwegen so eine Sache. Einerseits bekommt man den Eindruck, der Gerstensaft wird hier mit Gold aufgewogen. Es ist wirklich sehr, sehr teuer. Andererseits ist Dosenbier ein beliebter Artikel, es gibt eine breite Auswahl und die Leute kaufen es auch.

So verwundert es nicht, dass es im Norwegischen ein Wort gibt, das sich nicht übersetzen, nur umschreiben lässt. Utepils ist das erste Bier im Jahr, das man nach einem langen skandinavischen Winter draussen trinkt. Über den Sommer kann man es aber auch verwenden, um jedes Bier zu bezeichnen, das man draussen trinkt.

Die Brauerei Grans hat aus dem populären Wort ein Produkt gemacht. Da dies sehr lecker und vergleichsweise preiswert ist, haben wir es unterwegs das ein ums andere Mal gerne genossen.

Zähneklappern auf Kvaløya

Brücke über den

Brücke über den Tromsøysund

Nach einem Frühstück bei strahlendem Sonnenschein brechen wir von unserem ersten Fjordcamp nach Tromsø.
auf. Die Nacht war kühl, aber auszuhalten. Die beiden Zeltbewohner sehen das anders. Ich werde meine Meinung in einer der kommenden Nächte auch noch ändern. Jetzt trübt kein Wölkchen den Himmel und die nordische Sonne tut was sie kann.

Bevor wir über die Brücke über den Tromsøysund überqueren, biegen wir bei einer Tankstelle ab. Wir müssen zwei Flüssigkeiten auffüllen. Wasser und Diesel gehen zur Neige. Der Tankwart ist fast beleidigt, als ich ihn frage ob das Wasser am Aussenhahn Trinkwasser sei. Um eine gescheite Wasserversorgung muss man sich in Norwegen keine Gedanken machen.

Der Autoverkehr findet hier unter der Erde statt.

Der Autoverkehr findet hier unter der Erde statt.

In Tromsø fahren wir die Umgehungsstraße. Das ist hier aber eine Untergehungsstraße. Unter der Stadt gibt es ein Tunnelsystem mit Verbindungen in alle Stadtteile, inklusive Ampeln und Kreisverkehren. Ein stadtnaher Parkplatz ist schnell gefunden und wir machen uns auf ins Zentrum. Es gibt einiges zu besorgen. Haiko hat bei den ersten Angelversuchen gestern etwas an Ausrüstung eingebüßt, was ersetzt werden will. Eine norwegische SIM-Karte brauchen wir auch noch. Der mobile Router soll unser Camp schließlich auch hier mit WLAN versorgen. Die mitgeführte Norwegen-Straßenkarte hat sich als deutlich zu grob erwiesen. Tina erwirbt in einer Stadt-Tankstelle ein deutlich detaillierteres Exemplar. Die sollte für die Suche nach Camps deutlich besser taugen. Zu guter letzt möchten die Mädels nach Postkarten schauen.

Stadtansichten Tromsø

Stadtansichten Tromsø

Vorher müssen wir uns aber mit Norwegischen Kronen versorgen. Am besten geht das wohl mit einem Geldautomat (norwegisch: Minibank). Denkste! Der will unsere EC-Karten nicht, obwohl ein Maestro-Logo drauf ist. Die zweite Minibank funktioniert mit Tinas und Astrids Karte, meine wird verweigert. Das mag am schwächelnden Magnetstreifen liegen. Nützlicher sind hier ohnehin Kreditkarten, mit denen man jeden Furz und Feuerstein bezahlen kann.

Frisch ausgerüstet machen wir uns auf Schlafplatzsuche. Es geht nordwärts auf die Insel Kvaløya. Wir wollen um das Dorf Tromvik nach einem geeigneten Platz suchen. Am Ende des Kaldfjords, wo sich mächtige Berge erheben und ein sich Wasserfall donnernd talwärts ergießt, liegt ein Cache. Ich funke zum Nissan, dass ich gerne anhalten würde. Die Autos werden auf dem Seitenstreifen geparkt und ich mache mich Richtung Cache (GC26GJ4) auf. Als ich zurückkomme sind sich alle einig: Hier ist ein idealer Lagerplatz! Hätte ich mal mehr auf die Gegend und weniger auf den Cache geachtet! Aber so ist’s auch gut, haben ja was gefunden.

Der Wasserfall hinter dem Camp

Der Wasserfall hinter dem Camp

Aussicht vom Camp über den Fjord

Aussicht vom Camp über den Fjord

Wir parken also auf einer felsigen Ebene, hinter uns der Wasserfall vor uns der Fjord. Selbiger ist nach Nordosten ausgerichtet, wichtig für die Mitternachtssonne. Wir vertreiben uns den Nachmittag mit Faulenzen in der Sonne.

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Das Camp bei Tromvik

Abends verschwindet die Sonne hinter einem Berg und wir stehen komplett im Schatten. War es vorher im T-Shirt fast zu warm, frieren wir nun bitterlich. Wenigstens hält das die Moskitos im Zaum. Auf der anderen Straßenseite sammelt sich das Wasser vom Berg in einem felsigen Becken bevor es Richtung Meer abfließt. Daher sollte es hier reichlich dieser Plagegeister geben. Dafür gibt es aber Kriebelmücken, die sich auch nicht um Autan kümmern und einfach beherzt zubeissen. So schnattern wir um die Wette und warten darauf, dass die Sonne wieder auf der anderen Seite hoch kommt.

Im Schatten ist es, naja, schattig.

Im Schatten ist es, naja, schattig.

Gegen Abend registrieren wir mehr Verkehr auf dem sonst recht ruhigen Sträßchen, an dem unser Lager liegt. Das wiederum liegt an einem Aussichtspunkt, der an der Spitze der Insel liegt. Von dort aus hat man bestimmt einen schönen Blick auf die Mitternachtssonne, wir ziehen unser Lager vor. Und tatsächlich, gegen halb Zwölf in der Nacht lugen die ersten Sonnenstrahlen wieder hinter dem Berg hervor. Das wurde auch Zeit, es dürfte sich inzwischen auf 3 Grad abgekühlt haben. Wir genießen den Anblick eine Weile und gehen dann Schlafen.

Endlich wieder Sonne!

Endlich wieder Sonne!

Am nächsten Morgen wird in aller Ruhe ausgeschlafen. Kein Wölkchen trübt den Himmel und es wird gegen 10 Uhr schon fast ein bisschen zu warm im Bulli. Draussen ist es herrlich und die Solardusche erfrischt. Gemütlich frühstücken wir und genießen das Wetter und die Aussicht. Haiko und ich versuchen uns im Angeln. Leider kommen wir ohne Beute ins Lager zurück.

Morgens. Die Temperatur ist so angenehm, dass die Dusche regelrecht erfrischend ist.

Morgens. Die Temperatur ist so angenehm, dass die Dusche regelrecht erfrischend ist.

Erster Angelversuch. Leider versenken wir im krautigen Ufer deutlich zu viele Köder.

Erster Angelversuch. Leider versenken wir im krautigen Ufer eindeutig zu viele Köder.

Aber einen weiteren Abend wollen wir nicht frieren und zu viel Verkehr ist auch. Also beschließen wir den sonnigen Teil des Tages hier zu verbringen und abends eine geeignetere Stelle zu suchen. Möglichst mit durchgehend Sonne und näher am Fähranleger nach Senja. Zuerst checken Haiko und ich aber den Rest der Insel, ob es nicht doch hier ein geeigneteres Plätzchen gibt. Mit der sicheren Erkenntnis, dass das nicht so ist, planen wir unsere Weiterreise.

Am späten Nachmittag bekommen wir Gesellschaft. Zwei Norweger, jeder in jeweils einem Dickschiff, parken am Camp. Die beiden beraten offensichtlich, ob sie hier bleiben. Ich spreche die beiden an und eröffne ihnen, dass hier bald frei wird. Im folgenden Gespräch bekommen wir noch einige wertvolle Infos und endlich einen gescheiten Link zu Inlandsfähren.

Im nächsten Teil finden wir tatsächlich ein hübsches Plätzchen, haben den ersten durchgängigen Blick auf die Mitternachtssonne und setzen über auf Senja.