Archive for the ‘Praktisches’ Category

Anfänger – Das tapfere Michelin-Männchen

Heute haben wir eine wichtige Reparatur am Reisemobil. Unter Feldbedingungen muss eine unserer Galionsfiguren wieder befestigt werden.

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Special – Mein Arbeitgeber hat eine Homestory mit mir gemacht.

Leben im Wohnmobil ist nicht teuer. Aber Geld braucht man schon. Wie finanzieren wir uns? Überraschung: Ich habe einen Job. Und einen Arbeitgeber, der unseren Lebensstil unterstützt. Da macht man auch gern mal ein bisschen Reklame.

Zwanzig nützliche Fakten für Kuba-Individualreisen

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Auch ein Blick nach oben kann mitunter nicht schaden.

Ein paar Sachen fallen einem im Reiseland sofort ins Auge. Hier habe ich in aller Flapsigkeit ein paar Besonderheiten aufgelistet, die in den nachfolgenden Geschichten eine Rolle spielen werden.

  1. Mind your step (Lost Place Sicherheitsregeln im gesamten Land).
  2. Alte Reiseberichte gelten nicht, das Essen ist gut und es ist viel.
  3. Wenn es große Wasserflaschen zu kaufen gibt: Zugreifen.
  4. US-Dollar als Reisekasse sind eine schlechte Idee.
  5. Niemand braucht Fensterglas.
  6. Die Restaurant-Toilette verfügt über eine Dusche (und es ist belegt, wenn jemand aus der Familie duschen möchte).
  7. Lattenroste taugen nur etwas, wenn im Haus ein guter Handwerker wohnt.
  8. Nur anfassen, wenn kein Wasser läuft!

    Nur anfassen, wenn kein Wasser läuft!

    Grundkenntnis in Elektrotechnik vermeidet Stromschläge.

  9. Penetranz auf der Straße ist normal, Freundlichkeit macht es aber angenehmer für beide Seiten.
  10. Morgens nicht unter Stadtbalkonen herlaufen (es sei denn, man ist noch nicht geduscht).
  11. Was nicht laut ist, ist nicht gut.
  12. Spanisch verstehen ist gut, Kubanisch verstehen ist besser.
  13. Alleinreisende haben oft einen „Dolmetscher“ jeweils anderen Geschlechts.
  14. Hinter jedem Schlafzimmer wohnt ein Hahn.
  15. Egal wie alt oder kaputt der Bus ist, die Klimaanlage funktioniert immer.
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    Heroes of the Night

    Wer einen leichten Schlaf hat, nimmt Ohrstöpsel mit.

  17. Es gibt nie alles, was auf der Karte steht, aber Huhn gibt es immer.
  18. Cafeteria heisst nicht unbedingt, dass man Kaffee bekommt.
  19. Sicherheitsgurte sind optional.
  20. In jeder Stadt ist alles anders.

Die Serbienkarte geht wieder auf Tour

Der Dreh- und Angelpunkt unserer Balkantour war Serbien. Daher hatten wir uns für das Land eine Papierkarte zugelegt auf der auch ein paar gute Stücke der Nachbarländer drauf sind.

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Freddie und Ulf mit Navigationshilfe

Karte auf der Adler Express

Karte auf der Adler Express

Jetzt geht die Karte wieder auf Tour, neuen Abenteuern entgegen. @Freddie_Pepper, @Ulf78, @Marcel_ 123 und Szymon alias Team Bordercounter starten am 27. April 2013 zur Rallye Allgäu Orient, einem der letzten automobilen Abenteuer. Es wird von Oberstaufen circa 6000 km nach Jordanien gefahren. Dieses Jahr führt die Route über Palästina und Israel, da Syrien aus verständlichen Gründen umfahren werden muss. Ein Gutteil der Route führt auch durch diverse Balkanstaaten, wo die Karte hoffentlich ein bisschen helfen kann.

Neben dem Abenteuer geht es aber ebenfalls darum, Gutes zu tun. Zahlreiche Projekte werden von den Teams durchgeführt, um Notleidenden auf der Route zu helfen, die Rallye-Autos transportieren Medikamente und andere Sachspenden. Zu guter letzt werden die Fahrzeuge in Jordanien gespendet, zerlegt und die Einzelteile für einen guten Zweck verkauft. In der Vergangenheit kam allein daraus ein erkleckliches Sümmchen zusammen. Über die Aufbauprojekte aus den Spenden der vergangenen Jahre kann man sich hier ein Bild machen.

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Eines der beiden Rallye-Autos. Da steckt jede Menge Arbeit und Material drin…

Übrigens: Da so eine Rallye, bei der man nebenbei auch noch die gekauften Autos spendet, natürlich ganz schön ins Geld geht, kann das Team Sponsoren gut gebrauchen.

Umso mehr freuen wir uns, dass wir einen kleinen Beitrag dazu leisten können. Im Rahmen der Nordseetaufe HellGEOland haben wir die Karte an 50% vom Team übergeben können. Wir wünschen den Bordercountern eine gute Zeit, viel Glück und Erfolg bei diesem Abenteuer!

Erstmal Kaffee.

Einer der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände auf Tour ist unsere fast unverwüstliche Kaffeekanne. Genauer gesagt handelt es sich um eine Espressokanne von Bialetti. Man benötigt Wasser, Kaffeepulver und eine Wärmequelle, schon kann es losgehen. Wir benutzen einen einfachen Gaskocher für Campingaz Stechkartuschen. Die sind klein, leicht, billig und überall zu bekommen.

Das Prinzip ist einfach. Das Wasser im Kessel wird zum Kochen gebracht und verdampft. Durch den Druck wird der Dampf durch das Sieb mit dem Pulver gedrückt. Oben in der Kanne kondensiert der Wachmacher, fertig. Der Kaffee, der rauskommt schmeckt herrlich und draussen gleich noch mal so gut.

Der Griff hat irgendwann einmal aufgegeben. Also habe ich ein Essstäbchen aus Plastik mit Sugru an der Kanne befestigt. Über die Ästhetik kann man streiten, aber das hält jetzt schon einige Jahre.

Die Autostore-Taste

Hier drücken, Land kennenlernen.

In unserem T4 ist ein Radio mit Navigation des Typs RNS MFD verbaut. Eine Navigation ausserhalb Deutschlands ist nicht möglich, zu Hause nutzen wir die hoffnungslos veraltete Karte auch nicht. Schließlich hat man als Geocacher immer Alternativen zur Hand. Trotzdem mag ich das große Display und lasse das Navi im Infomodus zur Zierde immer mitlaufen. Für externe Soundquellen habe ich ein Kabel mit Klinkenstecker vom AUX-Eingang zum Armaturenbrett gelegt.

Wenn wir unterwegs sind nutzen wir aber gerne mal die Autostore-Taste. Fast jedes Radio hat so eine Funktion. Wer das nicht kennt: Das UKW-Frequenzband wird gescannt und das Radio speichert temporär die empfangsstärksten Sender – in unserem Fall sechs.

Man bekommt über das Radioprogramm einen Eindruck von dem Gebiet, das man gerade durchfährt. Auch wenn man oft zunächst kein Wort von den gesprochenen Beiträgen versteht, lässt sich über die gespielte Musik und die Machart des Programmes erahnen, wie die Leute in der Gegend ticken. Oder zumindest, wie sie informiert und unterhalten werden. Mitunter gibt es aber auch die eine oder andere Vokabel aufzuschnappen.

Wenn ich in Österreich unterwegs bin, was öfter mal vorkommt, gibt es keine Diskussion. Ich suche zielgerichtet nach FM4. Dort bleibt die Autostore-Taste unberührt. Bei der Durchfahrt Kroatiens haben wir uns fast erschrocken, als es auf HR2 plötzlich Verkehrsfunk in deutscher Sprache gab. Macht aber in der Rückschau absolut Sinn. In Serbien lauschten wir oft Radio S, es gibt astreinen Balkanpop, der hervorragend zur Landschaft passt und man hört sich immer tiefer in die Sprache hinein.

Je südlicher wir unterwegs waren und je bergiger die Gegenden wurden, umso schwieriger war der Empfang. In einigen Flusstälern, etwa an der Drina im Bosnisch-Serbischen Grenzgebiet, war über lange Strecken gar nichts zu empfangen. Obwohl dort durchaus nennenswerte Population vorhanden ist. Wenn Sender zu empfangen waren, hatten sie oft keine RDS-Kennung, was ganz schön ungewohnt ist. Einige RDS-Einträge waren auch verstümmelt, vielleicht kyrillisch und unser RNS MFD beherrscht das einfach nicht.

Von der exotischen Sorte war das mazedonische Radioangebot. Folkloresender mit entsprechender Musik waren uns immer mal wieder zu Ohren gekommen, aber so geballt und orientalisch haben wir es nur im Raum Skopje und südlich gehört. In Albanien empfingen wir oftmals Sender des RAI neben anderen italienischen Programmen. Lokale albanische Sender waren schwer auseinanderzuhalten. Dass nach jeder Serpentinenkurve der jeweils stärkste Sender von einem anderen abgelöst wurde, machte die Sache nicht gerade einfacher. Im südlichen Serbien versuchen wir immer mal wieder den Sender der KFOR-Truppen (Radio K4) reinzubekommen, was uns aber nicht gelang.

Also einfach einmal das lokale Radioprogramm ausprobieren, wenn ihr unterwegs seid.