Senja verpasst

Das erste Camp mit durchgehender Mitternachtssonne. Magisch!

Das erste Camp mit durchgehender Mitternachtssonne. Magisch!

Nachdem wir den schönen, aber kalten Lagerplatz bei Tromvik aufgegeben haben, wollen wir etwas mit durchgängiger Sonne finden. Dabei erweist sich unser Atlas als überaus hilfreich. Nach einigen Exkursionen auf verschiedenen Nebenstraßen, die immer in Orten oder Siedlungen enden, finden wir den nahezu perfekten Platz (N69° 37.262 E18° 03.908). Ein Stück Wiese, links ein kleines Stück Strand und rechts ein paar Felsen zum Angeln. Das Ganze mit freiem Blick nach Norden.

Perfekte Ausrichtung nach Norden!

Perfekte Ausrichtung nach Norden!

Unser Privatstrand

Unser Privatstrand

Camp in der Abendsonne

Camp in der Abendsonne

Was zum Teufel ist das für ein Vieh?

Was zum Teufel ist das für ein Vieh?

Während das Abendessen schon köchelt, versuchen sich Haiko und ich noch im Angeln. Hier geht es schon deutlich besser. Das Wasser ist hinter den Felsen schon ziemlich tief. Allerdings haben wir wieder die falsche Zeit, den falschen Ort, keine geeigneten Köder oder einfach nur Pech. Plötzlich haben wir bei fast jedem Wurf seltsame schwarze Gebilde am Haken, mit denen wir gar nichts anfangen können. Sehen ein bisschen, aus, als hätte H. R. Giger sie ersonnen. Keine Augen, Kiemen
erkennbare Gliedmaßen. Eines hat wohl gebissen und lässt sich nicht mehr vom Haken lösen, so dass wir es töten müssen. Andere haben am Körper gehakt und wir können sie wieder einsetzen. Wir geben die Angelei für heute auf.

In der Nacht zieht die Mitternachtssonne direkt vor uns über dem Horizont vorbei. Alles ist in ein magisches Licht getaucht, einfach wunderschön. Wir beobachten Seeotter beim Jagen im Meer. Neidisch sehen wir, wie einer mit Genuss seinen Fang verzehrt.

Der Seeotter hat sicher etwas gefangen. Wir blieben heute bis auf die Aliens leer aus.

Der Seeotter hat sicher etwas gefangen. Wir blieben heute bis auf die Aliens leer aus.

Am nächsten Morgen hat es sich ein bisschen zugezogen und der Wind ist auch nicht wärmer geworden. Nach dem Frühstück geht es auf die erste Inlandsfähre in Norge. Wir setzen von Botnhamn nach Brensholmen auf Senja über. Eine kleinere Fähre verkehrt hier. Wir machen es uns in der Lounge bequem.

Frühstück mit Privatstrand.

Frühstück mit Privatstrand.

Da kommt die Fähre nach Senja!

Da kommt die Fähre nach Senja!

Auf Senja angekommen finden wir die Berge in eine dicke Wolkenschicht gehüllt. Am Fähranleger gibt es ein beheiztes Sanitärhäuschen und Trinkwasser. Alles gratis. Die Insel war Teil der Route auf unserem Weg Richtung Lofoten. Wir hätten uns hier mehr Zeit nehmen sollen. Zwar ist das Wetter gerade nicht sehr freundlich, aber die Landschaft ist grandios. Wir haben jedoch schon die nächste Fähre nach Andenes im Auge und geben Gas. Dabei hätten wir die Wolken besser ignoriert und uns auf dieser Insel mehr umsehen sollen. Es ist wenig los, die Siedlungsdichte ist gering und es hätte sicher einen schönen Lagerplatz hier und da gegeben. Ein Grund mehr, hierher zurück zu kommen.

(Viel zu) kurze Pause auf Senja.

(Viel zu) kurze Pause auf Senja.

Interessante Einrichtung bei den engen Tunneln auf Senja: Radfahrer können den roten Knopf rechts unten drücken. Dann blinkt das Licht am Warnschild und jeder weiss, dass im Tunnel jemand radelt. Am Ende des Tunnels ist ein zweiter Knopf, mit dem man das Licht wieder aus machen kann.

Interessante Einrichtung bei den engen Tunneln auf Senja: Radfahrer können den roten Knopf rechts unten drücken. Dann blinkt das Licht am Warnschild und jeder weiss, dass im Tunnel jemand radelt. Am Ende des Tunnels ist ein zweiter Knopf, mit dem man das Licht wieder aus machen kann.

In der Schlange am Anleger auf Senja.

In der Schlange am Anleger auf Senja.

Die Fähre nach Andenes erreichen wir knapp. Es es ist ganz gut Seegang und ich folge Haiko auf Deck. Mir fällt es schwer, das Rollen der Fähre beim Gehen auszugleichen. Immer wieder muss ich mich irgendwo festhalten. Bei solcher See war ich lange auf keinem Schiff mehr. Wenigstens werde ich nicht seekrank. Mein kleines altes Fernglas leistet mir jetzt gute Dienste. Etwa auf der Hälfte der Passage kann man die Wale blasen sehen. Weit draussen auf See, mit dem bloßen Auge kaum auszumachen.

Von Gryllefjord geht’s rüber nach Andenes.

Von Gryllefjord geht’s rüber nach Andenes.

Weiter geht es auf den Lofoten, wo wir zunächst an zwei Lost Places gecampt haben.

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