Es hat in der Nacht anhaltend geregnet und auch morgens prasselt es noch ordentlich aufs Bullidach. Also schlafen wir heute länger, frühstücken ausgiebig.
Die Prognose stimmt genau und gegen 11 Uhr hört der Regen auf. So werden wir ein Stück Maasradweg fahren. Als wir uns vorbereiten kommt sogar die Sonne raus.
Die Etappen durch die Ardennen gelten als Highlight der Strecke. Und wir werden nicht enttäuscht. Vorbei an hohen Klippen und felsigen Abhängen geht es nach Fumay. Im Dorf besorgen wir uns ein Baguette und fahren zurück über Revin, wieder am Camp vorbei bis Anchamps. Da wir uns einen Imbiss erwarten, geht es noch in den Ort Laifour. Alles, was nach Bar, Brasserie, Restaurant aussieht, ist aber geschlossen. Also wieder zurück nach Revin. Auch dort werden wir aufgrund der Tageszeit und der Tatsache, dass Montag ist, nicht fündig.
Also wird das erworbene Baguette zusammen mit einer Fischkonserve am Camp verzehrt. Danach ruhen wir bis in den späten Nachmittag. Abends sollte es zumindest eine Friterie im Ort geben, die auch montags öffnet. Also machen wir uns zu Fuß auf, quer durch den Ort auf die andere Maas-Seite. Abseits des Flusses wird der Niedergang der Region sichtbar. Industrieruinen und Leerstand überall, es ist wenig los. Wir fühlen uns an MeckPomm erinnert. Dieser Landstrich ist deutlich sichtbar abgehängt.
Wir essen in rustikaler Atmophäre; die Friterie wirkt etwas räudig, ist aber frequentiert und das Essen ist gut.
Heute Nacht geht es gegen den Gefrierpunkt und wir sind froh über die Standheizung.


