9. Mai 2026

Nach einer ruhigen Nacht auf dem Parkplatz starten wir früh in Richtung Gent. Der Decathlon-Parkplatz soll unser Basecamp für den Stadtbesuch werden. Der ist groß und nicht beschränkt. Unsere Akkupumpe aus dem Anglerbedarf, auf die sich die Wasserversorgung im Alltag stützt, hat die Grätsche gemacht. Wir streben nach Ersatz. Eine einfache Handpumpe würde es tun, gibt es aber nicht. 

Also auf in die Altstadt. Es heisst, sie stünde Brügge in nichts nach, sei jedoch nicht so frequentiert. Wir passieren einige Gässchen mit hübschen Giebeln und als wir um eine bestimmte Ecke biegen, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Prächtige Bauten erheben sich vor uns, hohe Türme kommen in Sicht. Ein Panoptikum von Baudenkmälern aus verschiedenen Epochen so weit das Auge reicht, durchzogen von einigen Grachten. Ersten Besuchergruppen werden durch die Gassen und Plätze geführt und die Kapazität der ansässigen Gastronomie lässt erahnen, was hier später los sein wird. Wir schlendern, genießen, trinken einen Kaffee am Rathaus, essen Waffeln unterwegs. Tatschlich bleibt das Treiben auch bis in den frühen Nachmittag hinein in einem erträglichen Rahmen. 

Später konsultieren wir noch einen Camping-Store, der zwar allerlei Nützliches führt, Tauchpumpen etwa, jedoch verspüre ich keine Lust, mich mit Verkabelung der provisorischen Art zu beschäftigen; es gibt zwar alles nötige Zubehör und wir führen die nötigen Werkzeuge mit, allein das zu erwartende Ergebnis dürfte sich unterproportional zum Aufwand verhalten. 

Also wird es ein Mini-Kanister mit Hahn, der sich bereits bewährt hat. 

Verlagerung in einen Naturpark kurz hinter der französischen Grenze. Der erste Spot ist nichts, ein Friedhofsparkplatz in der Nähe tut es aber.

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