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Anfänger – Kampf gegen die Feuchtigkeit

Der nasse Winter und das alte Womo haben uns vor einige Herausforderungen gestellt. Eine Halle haben wir so kurzfristig nicht finden können und so musste das Wohnmobil draussen stehen bleiben. Hier geht es um den steten Kampf gegen die Feuchtigkeit im Winter 2015/2016.

Anfänger – Wohnmobil-Tour

Wie sieht unser neues Heim von innen aus? Was gibt es an Ausstattung? Und was ist noch zu tun? Hier könnt ihr euch einen Eindruck machen.

Anfänger – Ein Leck im Heck!

…und natürlich war der LP anfangs nicht dicht. Der spielt in dieser Folge die Hauptrolle. Wie sieht das Anlassen aus und wie fährt sich die neue Wohnung? Seht selbst!

Anfänger – Den Kram loswerden

Was haben wir eigentlich vor? Und warum muss das ganze Gerümpel weg? Hier geht es um das harte Stück Arbeit vor unserem Aufbruch.

Anfänger – Das neue Heim

Jetzt haben wir uns also unser neues Zuhause ausgesucht. Wie die erste Fahrt läuft und warum die erste Übernachtung unfreiwillig war sieht man in dieser Folge.

Anfänger – Wie wir ein Wohnmobil suchten

Wir haben lange nach einem geeigneten Fahrzeug gesucht. In der ersten Folge gibt es zwei Geschichten dazu.

Neues Video-Blog: Anfänger

Anfänger-Logo-QuadratWir haben uns entschieden, den Bulli zu verkaufen. Als wir das im Freundes- und Bekanntenkreis erzählten, war man einigermaßen schockiert. Die dann folgende Geschichte, mein uralter Traum, in einem Fahrzeug nomadisch zu leben, nur mit wenig Besitz, überraschte die meisten noch mehr.

Es war im Herbst 2015, als Astrid mir eröffnete, sie sei jetzt auch soweit. Das ließ ich mir mit Handschlag quittieren und seitdem dreht sich bei uns alles nur noch darum, Dinge loszuwerden, ein geeignetes Reisemobil zu finden und den Rattenschwanz an bürokratischen und organisatorischen Herausforderungen zu meistern.

Wie es dazu kam und wie es wird, darum soll es in dieser kleinen Serie gehen. Zunächst wird es jede Woche eine Folge geben. Mal schauen, wie lange wir das durchhalten. In jedem Fall werden wir immer einmal wieder ein Lebenszeichen absetzen.

Die erste Folge erscheint hier und auf Youtube am heutigen Samstag gegen 20 Uhr. Viel Spaß!

Am 11. August 1999 . . .

sofifeld2. . . standen wir auf einem Hügel irgendwo in der Nähe von Metz. Es nieselte und die Sonnenscheibe ließ sich trübe durch die Wolken erahnen.

Wir waren am Vortag angereist und hatten im Saarland im Zelt übernachtet. Bis zuletzt hatten wir Kartenmaterial gewälzt, Wetterprognosen im Radio angehört und die Ideallinie mit Bleistift in Papierkarten eingetragen. Auf der Suche nach dem optimalen Platz überquerten wir die Grenze zu Frankreich und fanden ein hügeliges Feld umgeben von kleinen Dörfern. Noch waren wir allein.

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Das der Ort eine gute Wahl gewesen sein muss, wussten wir als noch ein weiteres Grüppchen mit einem Spiegelteleskop auftauchte. Die Enttäuschung über das trübe Wetter, die weite Anreise zu dritt in einem kleinen Ford Puma mit all dem Campinggepäck, war grenzenlos.

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Kurz vor der totalen Finsternis kam Wind auf. Ungläubig sahen wir am Himmel ein Wolkenloch aufreissen, genau dort, wo die Sonne nur noch als Sichel erkennbar war. Und dann – es war alles wie beschrieben, die Vögel still, die Hunde in den Dörfern flippten aus – schien es so, als lege jemand einen sehr großen Schalter um. Der Kernschatten verschluckte uns binnen Sekunden. Es war Zappenduster. Und dann stand da dieses Ding am Himmel. Ein einzigartiges Gefühl, das sich nicht in Worte fassen lässt.

Ich hatte mir fest vorgenommen, die Sonne nicht zu fotografieren. Aber als dann die Schwarze Sonne am Himmel stand, riss ich meine AE-1 hoch und machte dieses Bild frei Hand mit einem 200er Tele.

Ich hatte mir fest vorgenommen, die Sonne nicht zu fotografieren. Aber als dann dieses Ding am Himmel stand, riss ich meine AE-1 hoch und machte dieses Bild frei Hand mit einem 100er Tele.

Drei Minuten Dunkelheit, nach der wir uns ungläubig anschauten und nicht so recht fassen konnten, was da gerade geschehen war. Auf der langen Rückfahrt redeten wir nicht viel.

Ihr wolltet Bilder.

In letzter Zeit komme ich einfach nicht dazu, etwas zu schreiben. Deshalb gibt es erst einmal eine Bildergalerie.

Cuevas de Bellamar, Matanzas

Cuevas de Bellamar, Matanzas

Valle de Viñales

Valle de Viñales

Valle de Viñales, vom Mirador aus gesehen.

Valle de Viñales, vom Mirador aus gesehen.

Valle de Viñales

Valle de Viñales

Sonnenuntergang am Malecón, La Habana

Sonnenuntergang am Malecón, La Habana

Iglesia de San Francisco de Asís, La Habana

Iglesia de San Francisco de Asís, La Habana

Iglesia de San Francisco de Asís, La Habana

Iglesia de San Francisco de Asís, La Habana

Prado, La Habana

Prado, La Habana

Noch ein Sonnenuntergang am Malecón, La Habana

Sonnenuntergang am Malecón, La Habana

Straßenmusiker am Malecón, La Habana

Straßenmusiker am Malecón, La Habana

Fútbol, La Habana

Fútbol, La Habana

Campanario, La Habana

Campanario, La Habana

Street Art, La Habana

Street Art, La Habana

Hochhaus am Malecón, La Habana

Hochhaus am Malecón, La Habana

Cuba’s got Talent, La Habana

Cuba’s got Talent, La Habana

Bus Terminal in der Nacht, Ciego de Ávila

Bus Terminal in der Nacht, Ciego de Ávila

Bitte nicht die Frösche hauen!

Bitte nicht die Frösche hauen!

Taxi auf Cayo Coco

Taxi auf Cayo Coco

Wilder Strand, Cayo Coco

Wilder Strand, Cayo Coco

Strandsand, Cayo Coco

Strandsand, Cayo Coco

Schattenspender, Cayo Coco

Schattenspender, Cayo Coco

Die Straße zum Playa Los Flamencos, Cayo Coco

Die Straße zum Playa Los Flamencos, Cayo Coco

Lasst alle Hoffnung fahren! Bei Morón.

Lasst alle Hoffnung fahren! Bei Morón.

Parque Serafin Sánchez, Sancti Spiritus

Parque Serafin Sánchez, Sancti Spiritus

Wie man Churros macht, Sancti Spiritus

Wie man Churros macht, Sancti Spiritus

Churros, Sancti Spiritus

Churros, Sancti Spiritus

Opel Ché, Sancti Spiritus

Opel Ché, Sancti Spiritus

Schuhputzer, Sancti Spiritus

Schuhputzer, Sancti Spiritus

Scherenschleifer, Sancti Spiritus

Scherenschleifer, Sancti Spiritus

Spielzeug, Sancti Spiritus

Spielzeug, Sancti Spiritus

Taxifahrt zum Busbahnhof, La Habana

Taxifahrt zum Busbahnhof, La Habana

Tango auf dem Prado, La Habana

Tango auf dem Prado, La Habana

Trommler am Malecón, La Habana

Trommler am Malecón, La Habana

Noch ein Sonnenuntergang am Malecón, La Habana

Noch ein Sonnenuntergang am Malecón, La Habana

Anlger an der Av Del Purto, La Habana

Anlger an der Av Del Puerto, La Habana

Cristo de La Habana, Casablanca

Cristo de La Habana, Casablanca

Panorama von Havanna von Casablanca aus

Panorama Havanna, von Casablanca aus

Havanna Hauptbahnhof

Havanna Hauptbahnhof

Sevilano, La Habana

Sevilano, La Habana

Vedado, La Habana

Vedado, La Habana

Barrio Chino, La Habana

Barrio Chino, La Habana

Innenhof vom Casa Particular, La Habana

Innenhof vom Casa Particular, La Habana

Greifvögel am Ministerio de las Fuerzas Armadas Revolucionarias, La Habana

Greifvögel am Ministerio de las Fuerzas Armadas Revolucionarias, La Habana

Greifvögel am Monumento a José Martí, La Habana

Greifvögel am Monumento a José Martí, La Habana

Vedado, La Habana

Vedado, La Habana

Vedado, La Habana

Vedado, La Habana

Parque Lennon, La Habana

Parque Lennon, La Habana

Necrópolis de Cristóbal Colón, La Habana

Necrópolis de Cristóbal Colón, La Habana

Jesús de Miramar, La Habana

Jesús de Miramar, La Habana

Weihnachtsdeko, La Habana

Weihnachtsdeko, La Habana

Flaggen an der Antiimperialistischen Tribüne José Martí, La Habana

Flaggen an der Antiimperialistischen Tribüne José Martí, La Habana

Campanario, La Habana

Campanario, La Habana

Irgendeine Haube ist immer offen, La Habana

Irgendeine Haube ist immer offen, La Habana

Der Traum vom eigenen Fisch, La Habana

Der Traum vom eigenen Fisch, La Habana

Calle Neptuno, La Habana

Calle Neptuno, La Habana

Statt Feuerwerk: Diese Puppe stellt den Hausherren dar und wird an Silvester verbrannt, Playa Girón

Statt Feuerwerk: Diese Puppe stellt den Hausherren dar und wird an Silvester verbrannt, Playa Girón

Lost Playa Bar, Playa Girón

Lost Playa Bar, Playa Girón

So besorgt man sich eine Gratis-Erfrischung, Playa Girón

So besorgt man sich eine Gratis-Erfrischung, Playa Girón

Playa Girón

Playa Girón

Langsam verfallender Wellenbrecher für den Hotelstrand, Playa Girón

Verfallender Wellenbrecher für den Hotelstrand, Playa Girón

Reis trocknet auf der Straße, irgendwo an der Schweinebucht

Reis trocknet auf der Straße, irgendwo an der Schweinebucht

Calle Guarabo, Trinidad

Calle Guarabo, Trinidad

Plaza Mayor, Trinidad

Plaza Mayor, Trinidad

Calle Alameda, Trinidad

Calle Alameda, Trinidad

Einkaufen in Trinidad

Einkaufen in Trinidad

Einkaufen in Trinidad

Einkaufen in Trinidad

Einkaufen in Trinidad

Einkaufen in Trinidad

Einkaufen in Trinidad

Einkaufen in Trinidad

Die Treppe an der Iglesia de la Santisima, Trinidad

Die Treppe an der Iglesia de la Santisima, Trinidad

Taxifahrt nach Trinidad

Taxifahrt nach Trinidad

Subtile Propaganda, Cienfuegos

Subtile Propaganda, Cienfuegos

Mit einem 1952er Chevrolet Bel Air über Kubas Landstraßen.

Mit einem 1952er Chevrolet Bel Air über Kubas Landstraßen.

Winterkrabbe auf Cayo Jutías

Winkerkrabbe auf Cayo Jutías

Einsiedlerkrebs auf Cayo Jutías

Einsiedlerkrebs auf Cayo Jutías

Mangrovenstumpf auf Cayo Jutías

Mangrovenstumpf auf Cayo Jutías

Traumstrand auf Cayo Jutías

Traumstrand auf Cayo Jutías

Es gibt sehr viele kleine Fuhrwerke überall in Kuba.

Es gibt sehr viele kleine Fuhrwerke überall in Kuba.

Typischer Laden für Grundnahrungsmittel, Viñales

Typischer Laden für Grundnahrungsmittel, Viñales

Karman Giha, Matanzas

Karman Giha, Matanzas

La Guagua

Playa Pilar auf Cayo Coco

Playa Pilar auf Cayo Coco

Es ist dunkel im Bus. Gerade beschweren sie sich im „Bits und so“-Podcast über die mangelnde Kreditkartenkultur in Deutschland. Ich bin in Kuba, irgendwo auf dem platten Land. In meinem Rucksack neben mir sind bündelweise Bargeld, weil man hier mit Kreditkarten genau gar nichts anfangen kann. Die haben Sorgen, denke ich. In diesem Moment reisst mich ein dumpfer Knall gefolgt von einem schlagenden Geräusch aus meinen Gedanken. Muss irgendwo an der Hinterachse gewesen sein. Der Fahrer lässt den Bus ausrollen und einige Kubaner steigen aus und sehen sich die Sache an. Bevor ich meine Lampe hervorgekramt habe und mich dazu gesellen will, sind sie schon wieder eingestiegen. Man hat sich geeinigt, dass es weitergehen kann. Aber alle sollen sich jetzt von der linken auf die rechte Seite setzen. Beim Aufstehen bleibe ich mit dem Kabel an der Armlehne hängen –  und der Kopfhörer ist zum Teufel.



Der Damm nach Cayo Coco

Der Damm nach Cayo Coco

Wir hatten schon länger überlegt, wie wir von Cayo Coco wieder weg kommen. Ein paar schöne Strandtage hatten wir hier verbracht, Flamingogucken inklusive. Auch ein Lost Place in Form eines nie fertig gebauten Resorts findet sich hier.
Cayo Coco ist eine nördlich vorgelagerte Insel Kubas. Über einen 20 Kilometer langen Damm ist sie mit dem Festland verbunden. Am Anfang des Damms muss man quasi einreisen. Die Passnummern werden in eine der vielen Listen Kubas eingetragen.
Flamingos

Flamingos

Lost Beach Resort auf Cayo Coco

Lost Beach Resort auf Cayo Coco

Es gibt genau zwei bezahlbare Unterkünfte hier. Das Hotel Villa Azul, wo man uns zuerst hinfährt. Es handelt sich um eine Absteige in unattraktiver Umgebung. Mögen wir nicht und es ist sowieso alles belegt. Die „Sitio La Güira“ mit vier einfachen Hütten gibt es aber auch noch. Mit Glück können wir eine davon mieten. Ein älterer Reiseführer erwähnt noch das „Campismo“, dort möchte man im Moment aber keine ausländischen Touristen haben. Einige dieser unsäglichen All-inclusive-Resorts gibt es auch, aber das will man ja nicht.
Unsere Hütte auf der Sitio La Güiria

Unsere Hütte auf der Sitio La Güira

Ein Dorf oder eine Stadt gibt es nicht. Bis zu ihrer Erschließung durch den Damm war die Insel unbewohnt. So kommt man da ziemlich schlecht wieder runter. Angereist waren wir mit dem Taxi, so eines müsste aber erst wieder vom Festland anreisen und wäre dem entsprechend kostspielig.
Immer gegen Abend bemerkten wir, dass sich einige der Angestellten ihre Siebensachen schnappen. Nachdem der Ruf „La Guagua!“ über das kleine Hüttendorf erschallt war, verschwanden sie damit in Richtung Straße. „Guagua“ (/ˈwa.wa/) ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für einen Bus im karibischen oder kanarischen Raum. Untergekommen ist er uns aber erst nur als Bezeichnung für einen Angestelltenbus. Zahlreiche Busse verkehren morgens und abends zwischen der Insel und dem Festland, um Leute zu transportieren, die auf Cayo Coco arbeiten.
Von zwei Spanierinnen, die in der Hütte neben uns gastieren, bekommen wir einen Tipp. Sie haben einen Fahrer gefunden, der sie für eine kleine „Spende“ im Guagua mitnimmt. Die beiden entschwinden in die Nacht und tauchen bis zum nächsten Morgen nicht wieder auf. So beschließen wir, das müsse eine gute Sache sein und machen uns auf die Suche nach dem Fahrer. Als wir ihn finden, vereinbaren wir eine Uhrzeit am nächsten Tag und sollen dann abgeholt werden.
Pünktlich, wie wir sind, finden wir uns am Treffpunkt ein. Auf eine längere Wartezeit haben wir uns eingestellt. Jetzt wird es aber bereits dunkel und immer später. Wir befürchten schon, den Guagua verpasst zu haben. Von fern sehen wir jetzt aber Leute mit Taschenlampen nahen. „The bus broke down. Another one is coming. 30 Minutes.“ teilt man uns im Vorbeigehen mit. Die Passagiere machen das beste draus und setzen sich in die nahe gelegene Bar. Wir sind froh, dass man uns nicht vergessen hat und warten geduldig weiter.
Das öffentliche Transportwesen in Kuba ist vielfältig. Die Fahrzeuge werden im Laufe ihrer Lebensdauer und je nach Zustand verschiedenen Zwecken zugeführt. Die neuesten Busse fahren der Tourismusdienstleister Transtour und die staatliche Busgesellschaft Viazul. Es handelt sich dabei um chinesische Fabrikate der Marke Yutong. Da ein Viazul-Bus einmal übers Display mitteilte, er führe nach Guangzhou, sind die vermutlich auch bereits gebraucht. Ältere Yutongs findet man bei den Omnibusses Nationales, die Schriftzüge der Ex-Nutzer überpinselt. Viele Angestellten-Busse rekrutieren sich wiederum aus den Veteranen dieser Dienste. Daneben gibt es aber noch Ex-Schulbusse, Kamelbusse und umgebaute russische oder uralte amerikanische LKW.
Alternative Busse in Kuba

Kamelbus, Chevy und noch ein anderer LKW

Einer dieser angegrauten Yutongs kommt nun zum Treffpunkt, die Bargesellschaft löst sich auf und steigt ein. Wir auch. Unsere dicken Rucksäcke sollen wir einfach mit reinnehmen. Auf der Fahrt zur Hauptstraße kommen wir am kaputten Bus vorbei. Was nicht stimmt, können wir in der Dunkelheit nicht ausmachen.
Durch die Nacht im Guagua

Durch die Nacht im Guagua

Auf dem Weg zum Damm kommen wir an einem weiteren liegen gebliebenen Bus vorbei. Kein guter Tag für den Fuhrpark, heute. Da die Landstraße hier in völliger Dunkelheit liegt, hat der Fahrer vor und hinter dem Fahrzeug kleine Feuer entfacht.
Und dann war da noch die Passkontrolle. Würden wir kontrolliert werden? Eigentlich dürfen wir dieses Verkehrsmittel nicht nutzen. Nach dem Damm erreichen wir den Kontrollpunkt. Der Busfahrer macht Anstalten, einfach durchzufahren, wird aber angehalten. Als ich eine Polizeimütze vorne im Bus ausmache, rutsche ich tief in meinen Sitz hinein, stelle mich schlafend. Astrid ist etwas kleiner, sieht weder den Polizisten, noch kann sie von ihm gesehen werden. Für mich sind das jetzt sehr lange 30 Sekunden. Dann schließen die Türen, der Bus fährt an und die Kubaner haben eine kleine Unschärfe in ihren Aufzeichnungen.
Einige Kilometer hinter dem Damm, in der Dunkelheit zwischen zwei Ortschaften passiert es dann. Irgendwas an der Aufhängung verabschiedet sich geräuschvoll. Nach dem eingangs erwähnten kurzen Check geht es weiter. Der Fahrer probiert, wie schnell er mit dem Defekt noch fahren kann. Das Heck schlingert bedenklich. Irgendwas hinten eiert ganz fürchterlich. Wir müssen es heute Nacht noch nach Ciego de Àvila schaffen. „Halt durch, alter Chinesenbus, halt durch.“ denke ich.